Upcyclingshop.de: So individuell wie Ich

50 Upcycling Designer zeigen Unikate im Recycling Look

“Design küsst Recycling” – das ist die Idee, die hinter dem neuen Upcyclingshop steht, der ab sofort unter der Internetadresse www.upcyclingshop.de erreichbar ist. Dazu Upcycling Fan und Onlineshop-Initiator Christoff Wiethoff: “Mit dem Upcyclingshop wollen wir ein Zeichen für einen neuen, faszinierenden Lifestyle setzen, der einerseits nachhaltigen Konsum verspricht und andererseits trendy, individuell und kreativ ist.”

Mehr und mehr Menschen begeistern sich für Upcycling als neue Designform. Anzughosen werden zu Kopfbedeckungen, Basketbälle zu Mäppchen, Fallschirme zu Badetaschen, Feuerwehrschlauch zu Gürteln, Schallplatten zu Uhren…der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Und so entstehen aus Gebrauchgegenständen in liebevoller Handarbeit grossartige Unikate. “Hier gíbt es nichts von der Stange. Die Produkte sind so einzigartig wie ihre Designer. Es ist fantastisch, was aus Alt-Materialien gezaubert werden kann. Man spürt förmlich das Herzblut, das Teil der Produkte geworden ist”, beschreibt enthusiastisch der Berliner Upcycling Unternehmer, der selbst an der Hochschule der Künste studiert hat.

Lifestyle und die gelebte Individualität sind die vordergründigen Aspekte des Upcyclings. Der weitergehende Aspekt besteht jedoch in der Umweltverantwortung. Denn beim Upcycling werden vorwiegend Materialien wiederverwendet, die sonst auf dem Müll landen würden. Die Statistik belegt, dass jeder Bundesbürger im Jahr 500kg Müll produziert – eine gigantische Menge. Umdenken ist gefordert, und beim Upcycling geht dieses Umdenken einher mit Kreativität und hohen Qualitätsstandards. “Umweltverantwortung alleine, das ist zu wenig”, meint Wiethoff. “Mein Herz schlägt für das Upcycling, denn es geht vorrangig um professionelle Handarbeit im Kontext von kreativem Design, Premium Qualität und Nachhaltigkeit, was auch unser Logo durch die ausgestreckten drei Finger symbolisiert”, so Wiethoff weiter.

Und somit sieht sich der Upcyclingshop primär als gesellschaftliche Initiative. Dazu Christoff Wiethoff: “Wir sind glücklich, dass wir gleich zum Start des Upcyclingshop 50 Upcycling Designer mit über 400 individuellen Upcycling Produkten präsentieren können. Wir möchten nachhaltig etwas bewegen, denn unser Ziel ist es, dass sich bis 2017 in jedem deutschen, österreichischen und schweizer Haushalt mindestens ein Upcycling Produkt befindet.”

Upcycling setzt sich als Trend immer weiter durch – neben England und den USA ist gerade der deutschsprachige Raum Vorreiter der Upcycling-Bewegung.

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Frei-Cycle: Aussteller Präsentation 21

Heute stellen wir im Rahmen unserer Vorschau zur Frei-Cycle Designmesse einige “alte” Bekannte vor – sprich, über diese Upcycling Firmen wurde in der Vergangenheit bereits auf Upcyclingblog berichtet. Und diese Firmen bleiben am Ball, um mehr und mehr Menschen für das Thema Upcycling zu begeistern. Dies sind:

  • Geldkuft
  • Sybille Homann
  • Back for Goods

Geldkluft aus Gera ist ein Hersteller von Geldbörsen, Smartphone- und iPad Hüllen sowie von Taschen aus gebrauchten und ausrangierten Neoprenanzügen. Neopren ist in der Upcycling Szene noch ein selten anzutreffender Werkstoff. Doch die Verwendung im Sinne des Upcyclings liegt auf der Hand: Neoprenanzüge werden nach starkem Verschleiss einfach nur entsorgt. Selbst kaputte oder gerissene Neoprenanzüge können nur in Einzelfällen repariert werden. Ein Recycling für Neopren ist zu teuer und ein ökologischer Abbau des Neoprenstoffes in der Natur ist unmöglich. Der Stoff Neopren selbst, bleibt somit länger im Umlauf, nur die Funktion hat sich geändert. So entsteht durch Geldkluft aus Abfall, ein hochwertiges Produkt.

Dazu Geldkluft Gründer Reik Moritz und Falko Meißdörfer: “Unsere Grundmotivation ist einfach : Umwelt und Ressourcen zu schützen. Unsere Motivation beruht auf zwei Punkten. Zum ersten ist der Stoff Neopren ökologisch nicht abbaubar und ein Recycling des Stoffes ist zu teuer. Zum zweiten finden wir es faszinierend, wie aus scheinbar wertlosem Abfall neue und hochwertige Produkte entstehen können. Wir sind einfach der Meinung das jeder seinen kleinen Beitrag dazu leisten sollte, Ressourcen zu schützen und die Umweltbelastung in irgend einer Art und Weise zu senken. Manchmal sind es so kleine Ideen wie unsere.”

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Sybille Homann aus Hamburg fertigt Produkte aus Gebrauchsglas wie Flaschen und Fensterglas. Beides sind “unscheinbare” Materialien – alltägliche Industrieprodukte, die durch ihren Gebrauchswert bestechen.

Die Farbigkeit und Formenvielfalt der Flaschen bleibt unbemerkt, solange der Nutzwert im Vordergrund steht. Die Produkte werden in Handarbeit als Kleinserie gefertigt – duch die Art des Herstellungsprozesses fällt jedes Stück ein wenig anders aus.
Das Zusammenspiel der Farbtöne ist für Sybille Homann ein wichtiges Thema bei der Verwendung von Flaschenglas. Alle Flaschen sind gebrauchte, gesammelte Flaschen, die sie von Freunden, Nachbarn und aus Restaurants erhält. Aus diesem “Pool” erstelle sie die Farb- und Formkombinationen, die sich in ihren verschiedenen Lampen (Hängeleuchte aus Flaschenabschnitten zusammengesetzt, oder Leuchten mit aufgesetzten Schalen) widerspiegeln. Großartig ist auch die Garderobe.

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Ebenfalls aus Hamburg kommt das Upcycling Label Back for Goods. Der Hamburger Upcycling Designer Marco Heß kreiert aus alten Weinflaschen neue Kerzen-Windlichter. Marco Heß möchte mit seinem engagierten Projekt UPWINED eine klare Botschaft gegen die Wegwerfgesellschaft senden, und wirbt für das Einsparen wertvoller Ressourcen.

Aus den Kellern Hamburger Bars und Restaurants rettet der Upcycling Designer die alten Flaschen vor dem sicher geglaubten Ende und haucht ihnen neues Leben ein.

Die Flaschen werden kräftig gereinigt und in zwei Hälften zerschnitten. Der untere Teil wird mehrfach geschliffen und dann mit einem Docht versehen und mit hochwertigem, 100% natürlichem Sojawachs befüllt – ein nachwachsender Rohstoff. Verschiedene Duftnoten wie Cedernholz, Lemongrass oder Rose, aus natürlichen, ätherischen Ölen gewonnen, runden das ganze ab und geben den Kerzen ihre wohlduftenden Namen.

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Die ganze Vielfalt des Upcyclings entdecken – wo? Natürlich auf der Frei-Cycle Designmesse in Freiburg.

Frei-Cycle: Aussteller Präsentation 11

Was gibt es Sinnlicheres als Licht? Jeder, der sich mit Design beschäftigt hat (insbesondere mit Interior Design), weiss um die Bedeutung einer stimmungsvollen, atmosphärische Lebensraum-Gestaltung. In diesem Bereich sind auf der kommenden Frei-Cycle Designmesse verschiedene Künstler anzutreffen.

Einer von ihnen ist Ralph Aichner aus Schwaz in Tirol. Ralph Aichner kreiert Windlichter, Laternen und Lampen aus gebrauchten Konservendosen, Feuertonnen aus alten Ölfässern und Sitz-Möbel aus Baustahlresten. Upcycling vom Feinsten also – und das Schöne dabei: Seine tollen Einzelstücke erfreuen zunehmend die Herzen von aufgeschlossenen bewussten und freundlichen Menschen mit Augen für Schönes und Individuelles. 

In seiner Dosen- und Alt-Metall-Recycling Werkstatt verwandelt Ralph Aichner ordinären Blech- und Baustellen-Müll in grossartiges Wohnaccessoire und bringt Licht in die Häuser. Licht und gutes Design schaffen Freude. Und das teilen dieser Freude macht Ralph Aichner noch mehr Freude und so wächst die Freude und erhellt die Welt…

Was will man mehr?
Ganz klar: Ralph Aichner auf der Frei-Cycle Designmesse am 13./14. September 2014 in Freiburg treffen.

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Green Design / Upcycling Design im Bereich Lampen und Leuchten

Nachhaltigkeit und Green Design sind zwei Schlagworte, die die gegenwärtige Möbel- und Leuchtenindustrie beherrschen. Dass es sich hierbei nicht nur um einen kurzweiligen Trend handelt, kann man seit einigen Jahren auf der renommierten Einrichtungsmesse Imm Cologne beobachten.

Nachhaltigkeit kann im Wohnbereich auf vielfältige Weise verwirklicht werden. Beim Upcycling etwa werden noch gute Materialien von alten Produkten dazu verwendet, um neue Gebrauchsgüter aus ihnen herzustellen. Ein zweiter Weg setzt auf nachwachsende Rohstoffe und recyclebare Materialien, die möglichst sparsam verarbeitet und nicht mit umweltschädlichen Substanzen behandelt werden. Für eine akzeptable CO2-Bilanz des Produkts sind nicht zuletzt auch kurze Transportwege entscheidend.

Speziell im Leuchtenbereich spielte der Naturstoff Holz bisher kaum eine bedeutende Rolle. Dies hat sich im Laufe der letzten Jahre gewandelt. Selbst Traditionshäuser aus dem Premiumbereich wenden sich mittlerweile diesem Naturmaterial zu. Als besonders kreativ im Umgang mit Holz erweisen sich jedoch junge Designstudios wie etwa Luzifer Lamps aus Spanien und Dreizehngrad aus Deutschland. Erstere haben mit der mehrfach ausgezeichneten Agatha-S Leuchte für Aufsehen gesorgt. Dieser Hängelampe besteht aus hauchdünnen und locker geschwungenen Furnierholzblätter, die zusammen den Eindruck von einer üppigen Blumenblüte erwecken. Dabei spendet die Agatha-S vorrangig direktes, nach unten gerichtetes Licht und tritt gleichzeitig selbst als leuchtendes Objekt in den Mittelpunkt.

Auch die Designer von Dreizehngrad setzen bei ihren Leuchtenkreationen auf den warmen Lichtschein, der von hintergründig beleuchtetem Furnier ausgeht. Bei der Stehleuchte Bebop beispielsweise verjüngen sich jedes einzelne Blatt an einem Ende, das mittig in das davor liegende Blatt eingesteckt wird. Auf diese Weise ergibt sich ein fortlaufendes Band mit regelmäßigem Muster, das um die Lichtquelle zu tanzen scheint. Auf dem lichtdurchlässigen Leuchtenschirm ergeben sich durch die Überlappungen spannende Lichteffekte, zugleich verbreitet er ein angenehmes indirektes Licht.

Gemäß der Prämisse nachhaltiges Leuchtendesign werden von den Nachwuchsdesignern auch umweltschonende Werkstoffe wie Stoff und Papier wieder neu entdeckt. Einige Beispiele hierfür stellen die Entwürfe von Architekturstudenten der Technischen Universität Wien dar, die bereits 2011 während der Vienna Design Week präsentiert wurden.

Sogar Upcycling ist im Leuchtendesign von heute kein Fremdwort mehr. Das beweisen etwa die formschönen Leuchten des niederländischen Designstudios graypants. Ihre scraplights-Leuchtenfamilien Moon, Stellar, Drum und Quad bestehen aus vielen schmalen Wellpappstreifen, die zu Leuchtenschirmen mit ästhetisch ansprechender Form zusammengesetzt werden. Auch hier sorgt die besondere Beschaffenheit des Materials für einzigartige Lichtreflexe auf der Außenseite des Schirms, so dass jedes Modell ein echtes Unikat darstellt.

Hier gibt es mehr Informationen:

http://www.lightingdeluxe.de

Die Fotos wurden uns freundlicherweise von Daniela Schär zur Verfügung gestellt.

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Weinflaschen werden zu Kerzen

Der Hamburger Upcycling Designer Marco Heß kreiert aus alten Weinflaschen neue Kerzen-Windlichter. Marco Heß möchte mit seinem engagierten Projekt UPWINED eine klare Botschaft gegen die Wegwerfgesellschaft senden, und wirbt für das Einsparen wertvoller Ressourcen.

Aus den Kellern Hamburger Bars und Restaurants rettet der Upcycling Designer die alten Flaschen vor dem sicher geglaubten Ende und haucht ihnen neues Leben ein.

Die Flaschen werden kräftig gereinigt und in zwei Hälften zerschnitten. Der untere Teil wird mehrfach geschliffen und dann mit einem Docht versehen und mit hochwertigem, 100% natürlichem Sojawachs befüllt – ein nachwachsender Rohstoff. Verschiedene Duftnoten wie Cedernholz, Lemongrass oder Rose, aus natürlichen, ätherischen Ölen gewonnen, runden das ganze ab und geben den Kerzen ihre wohlduftenden Namen.

Mehr Infos zu UPWINED

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Tolle Leuchten aus alten Bügeleisen

Antike Bügeleisen regten immer wieder die Erleuchtungsphantasien von Upcycling Designer Martin Lutze an. Hier agiert ein schönes altes Plätteisen als Basis für eine Leuchte mit Schwanenhals. Als Lampenschirm dienen Teile einer Petroleumlampe aus Messing. Fertig ist die Leuchte “Nostalgie”.
Aus seiner Internetseite zeigt “Leuchtenlutze” das ganze Repertoire des Leuchten Upcyclings. Unter Produktnamen wie Kokodi Kokoda, BobHob, Lighty Marleen, Robb-In oder Hobelux überrascht Martin Lutze immer wieder mit kreativen Einfällen.

Martin Lutze: “Räume erhalten durch interessante Lichtquellen eine besondere Note. Mit dieser “erhellenden”, wenn auch nicht neuen Erkenntnis begann ich Beleuchtungskörper der ganz besonderen Art für unsere Haus oder für das Zuhause meiner Kinder zu bauen. Mit der Zeit entstanden außergewöhnliche Leuchten, Lampen und Lichtobjekte, die ich aus allen möglichen und unmöglichen Restmaterialien, Fundstücken und ausgemusterten Gegenständen herstellte. Das Thema fasziniert mich bis heute in doppelter Hinsicht nachhaltig und führt zu erhellenden Beleuchtungsunikaten in vielfältiger, oft überraschender Optik.”

Wer die tollen Leuchten von Martin Lutze “live” erleben will, hat dazu bald Gelegenheit. Martin Lutze stellt vom 14. bis 16. März 2014 auf der Interior Messe im  Veranstaltungsforum (Fürstenfeldbruck) aus.

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