Upcycling-Wohnart aus Stuttgart

Leider gehört es heutzutage zur Normalität, Dinge für die man keine Verwendung mehr hat oder die zu alt sind, wegzuschmeißen. Wir leben in der Generation der Verschwendung und das Motto ist lieber etwas Neues zu kaufen, wie etwas Altes aufzubereiten. Das hat fatale Folgen für die Umwelt und jeder kann seinen Beitrag dazu leisten um diese Verschwendung zu reduzieren, wenn man nur ein wenig Nachhaltig lebt.Upcyclingwohnart portrait

Ich war schon immer ein Fan von Upcycling und dazu noch ein Bastler und Tüftler. Mir hat es Spaß gemacht, darüber nachzudenken was man alles mit seinen eigenen Händen kreieren kann. Es fing an mit einem Palettentisch und dann kamen auch schon tausend andere Ideen. Viele Dinge hatte ich noch Zuhause rum liegen wie zum Beispiel alte Nägel oder Seile und so kam die Idee, bei all meinen nächsten Projekten auf Nachhaltigkeit zu setzten. Die Motivation auf Nachhaltigkeit zu setzen, wird nie langweilig werden, da es sehr viele Möglichkeiten gibt, diese umzusetzen.

Wir von Upcycling Wohnart stellen exklusive, handgefertigte Möbelstücke aus Altholz und alten Paletten in den verschiedensten Ausführungen her. Alle Möbel werden aus alten , ausgemusterten Rohstoffen gefertigt und selbst designt.

Es wird zu viel hergestellt, um billig verkaufen zu können. Die heutige Gesellschaft will alles immer größer, besser und billiger. Ich denke die Schwierigkeiten bei Öko-sozialen Unternehmen ist, dass man nicht auf Masse, sondern auf Qualität setzt und daher die Preise höher sind wie in anderen Unternehmen, die viel und billig produzieren. Außerdem hat man nicht alle Möglichkeiten – ich gehe zum Beispiel nicht einfach in den Baumarkt und kaufe mir neue Farbe, wenn die andere leer ist, sie muss aufwendig hergestellt werden und das kostet Zeit.

Upcyclingwohnart produkt

Nachgefragt bei Upcycling Wohnart Betreiber, Michael Lepple:
Was war Ihre Motivation aus Nachhaltigkeit zu setzen?

Recycling bedeutet Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit. Ausgediente Stoffe zu verwerten, ist in unserer heutigen Gesellschaft ein grundlegendes Problem. Für unsere Möbel benutzen wir alte Glasplatten, Nägel, Seile etc. Die Farbe wird zum Beispiel, aus Farbresten und einer geheimen Formel, individuell hergestellt.

Welche Schwierigkeiten treten aus Ihrer Sicht im öko-sozialen Business auf?

Es wird zu viel hergestellt, um billig verkaufen zu können. Die heutige Gesellschaft will alles immer größer, besser und billiger. Ich denke die Schwierigkeiten bei Öko-sozialen Unternehmen ist, dass man nicht auf Masse, sondern auf Qualität setzt und daher die Preise höher sind, wie in anderen Unternehmen, die viel und billig produzieren. Außerdem hat man nicht alle Möglichkeiten, ich gehe zum Beispiel nicht einfach in den Baumarkt und kaufe mir neue Farbe wenn die andere leer ist, sie muss aufwendig hergestellt werden und das kostet Zeit.

Was tun Sie privat, um das Thema Nachhaltigkeit voran zu bringen?

Ich persönlich versuche, mit der Wiederverwertung von ausgedienten Materialien meinen Beitrag zum Thema Nachhaltigkeit beizutragen. Außerdem versuche ich Lebensmittel Verschwendung zu vermeiden, indem ich nur das kaufe, was ich auch wirklich brauche und kaufe Lebensmittel regional ein. Mit meinen Möbeln möchte ich außerdem für das Thema Nachhaltigkeit werben und den Leuten den Spaß an Nachhaltigem Arbeiten vermitteln.

Webseite von Upcycling-Wohnart

Auf zum Selbstmachtach am 22.3.2015 – Upcycling Event in Dortmund

Upcycler und DIY- Künstler in Dortmund hautnah erleben

https://www.facebook.com/selbstmachtach

Der ‘Selbstmachtach’ ist ein Event in Dortmund, auf dem man sich über alle Facetten des Upcycling und DIY informieren kann. Als ‘1. Urban Upcycling Convention’ dient die Veranstaltung zudem als Plattform zum Austausch von Ideen und Erfahrungen. Durch interaktive Workshops kann die gemachte Erfahrung praxisorientiert umgesetzt werden…und die kreierten Produkte und Exponate können anschließend mit nach Hause genommen werden.

“Eines der Hauptziele vom ‘Selbstmachtach’ ist das Durchbrechen von Stereotypen im Bereich Upcycling und das Stärken des Umweltbewusstseins. Gerade in unserer heutigen Wegwerfgesellschaft ist es wichtig das Thema Nachhaltigkeit auf flippige Art und Weise vom biederen Korsett der noch immer in den meisten Köpfen manifestierten „Öko-Bewegung“ und deren Ausläufern zu lösen und in die heutige Generation mit seinen internetaffinen Begründern zu integrieren.”, so Fabian Vogel von Selbstmachtach.

Also: Auf, auf, zum Selbstmachtach nach Dortmund. Im musikalischen Rahmenprogramm finden sich u.a. Mimi Márquez aus Herne, Kellerwerk aus Essen und Rich Kid Rebellion aus der Heimat Dortmund.

Tickets gibts am Veranstaltungstag (22.3.2015), und zwar am Veranstaltungsort:
Alte Schmiede, Hülshof 32, 44369 Dortmund.

Erwachsene: 5 EURO,
Ermäßigt: 4 EURO Studis und Schüler
Kids unter 6 Jahren: frei

 

selbstmachtach

Upcyclingshop – Online-Shop für Upcycling-Mode und mehr…

Ein schöner Bericht von Monika Zielinski.
http://www.gruenemode.com/2015/02/upcyclingshop/

Veröffentlicht auf www.gruenemode.com
am 12. Februar 2015

“In der Kreativstadt Berlin ist ein neuer Upcycling Online-Shop gegründet wurden. Der treffende Name Upcyclingshop ist dabei Programm, denn hier gibt es nur Produkte aus Alt-Materialien. Der junge Shop bietet dabei nicht nur Mode, sondern auch Accessoires sowie Deko und Nützliches für Daheim.

Gründer und Inhaber des Upcyclingshop ist Christoff Wiethoff, der sich schon seit 2006 für das Upcycling als ökonomischen und ökologischen Faktor interessiert. Im Sudan lernte er kreative Möglichkeiten kennen, wie man mit Abfall sinnvoll umgehen kann. In Berlin gründete er dann 2010 die Firma nobrands GmbH und begann seine Mission. Das größte Ziel von Wiethoff wäre, wenn bis 2017 jeder Haushalt im Besitz eines Upcyclingprodukt sei. Bisher hat er dazu mit einem Upcycling-Blog und einer Suchmaschine (Upcyclingworld) beigetragen. Mit dem Shop seit Ende 2014 können nachhaltig orientierte Menschen nun auch kreative, kleine, engagierte und sehenswerte Label kennenlernen.

Upcyclingshop

Das Angebot von Ucyclingshop umfasst derzeit hauptsächlich Damen- und auch Kinderkleidung im Bereich Mode. Mit dabei sind Label wie Nilüfer eco fashion, Milch, Didi Textiles oder ZickundZack. Hier sind nicht nur die Designs besonders und speziell, sondern teilweise auch die Stoffe. Altes oder ungenutztes Material wird zu einem neuen Kleidungsstück gemacht und dabei kann es sich auch einmal um eine Tischdecke handeln. Ähnlich ideenreich bleibt es auch bei den Accessoires. So findet man hier etwa Schmuck aus Gummiresten oder Handtaschen aus alten Zelten. Durch die Designer wird diesen Materialien somit ein zweites Leben geschenkt, in dem sie nicht für ihren Nutzen, sondern für ihre Schönheit geschätzt werden können.

Die Philosophie des Upcyclingshops “Upcycling ist das neue BAUHAUS” setzt ganz auf das ökologische und modische Potential der Wiederverwertung von Stoffen und Materialien. So legt das Team großen wert auf individuelle Designs in hoher Qualität, die durch verantwortungsvolles Handeln ihre besondere Bedeutung erlangen. Letztlich geht es bei Upcycling nicht nur um recyceln, sondern um Wertschätzung und Einfallsreichtum.”

Weitere Informationen und Online-Shop unter www.upcyclingshop.de

Text: Monika Zielinski / Screenshot: Upcyclingshop Webseite

Upcycling und Recycling: Rückblick und Ausblick

Liebe Upcyclingfreunde,
was wird uns das Jahr 2015 bringen? Ein Jeder/ eine Jede hat Vorstellungen, Hoffnungen und ggf. auch Befürchtungen, was uns erwartet.

Auf jeden Fall wird es spannend und hoffentlich sehr erfolgreich, was wiederum von unserem Handeln abhängt. Durch unsere bewusste Entscheidung für Upcycling und Recycling sind wir alle bereits auf dem richtigen Pfad. Dieser ist noch steinig, und sicherlich alles andere als leicht.

Doch Bange machen, gilt nicht – und Aufgeben kommt nicht in Betracht. Viele von uns haben sich in den letzten Jahren die Frage gestellt, warum sie soviel Zeit, Geld und Energie für das Thema Upcycling investieren. Es wäre sicherlich einfacher gewesen, ein traditionelles Business aufzuziehen. Und es wäre sicherlich auch finanziell lukrativer.

Ich habe mir gerade im Jahr 2014 diese Frage häufiger gestellt. 2014 war ein schwieriges Jahr mit vielen Rückschlägen, doch Upcycling ist meine Leidenschaft, und ist weit mehr als ein Hobby.
Deshalb geht weiter – getreu dem Motto: 100% Upcycling

Ich wünsche allen Upcyclern ein erfolgreiches und motivierendes Jahr 2015.
Gemeinsam können wir etwas bewegen. Gemeinsam werden wir etwas bewegen.
Frisch ans Werk.

Beste Upcycling Grüße
Christoff Wiethoff

Upcyclingidol Nr. 11: NICOLE KININGER

Nicole Kininger von ‘farbenfroh’

Man sagt doch immer, man solle dem Bauchgefühl folgen und auf das Herz hören. Und genau das hat Designerin Nicole Kininger getan –  ihr Vorsatz: 100% produktiv und 100% Upcycling.

Dabei hat es ihr die Arbeit mit Kindern besonders angetan: „Unbefangen, kritisch und extrem erfinderisch gehen Kinder an das Thema Upcycling heran. Schnell begreifen sie die Notwendigkeit des Handelns und sind bereit und offen für neue Wege“, so die unkonventionelle Designerin aus Rastatt weiter. Engagiert organisiert Nicole Kininger spezielle Upcycling Workshops, an denen Kinder im Alter von 7 bis 15 Jahren teilnehmen können. Dabei trifft sie sich mit den Kids wahlweise in Schulen, in Beratungsstellen für Jugendliche, in der Schülerakademie in Karlsruhe oder sogar Daheim, im Designparadies ‘farbenfroh’.

Jeder Workshop ist für Nicole ein einzigartig toller Event, denn ‘farbenfroh’ ist nicht nur eine Designwerkstatt – ‘farbenfroh’ leistet Aufklärungsarbeit in Punkto Müllproblematik.
Ein absolutes Highlight für alle Kids sind die KINDERGEBURTSTAGE im Hause ‘farbenfroh’: Dabei steht das Motto „upcycling for your live“ im Mittelpunkt, erzählt uns die gelernte Grafikdesignerin, die an ihrer Arbeit vor allem die Kreativität und die Vielfalt liebt.

Auch die Wohnung der Familie Kininger profitiert von Nicoles kreativen Talenten: Lampen in aparten Formen und Materialien, Collagen, aber vor allem mit Müll experimentiert die Designerin. Der Altbau wird durch die geballte Kreativität in ein charmantes Ambiente getaucht, dass den Besucher innerhalb von Sekunden in seinen Bann zieht.
Stets im Wandel der Zeit, versucht Nicole auch für ihre eigenen Kinder ein Vorbild für Einfallsreichtum und Umweltbewusstsein zu sein: „Die beiden Jungs wandeln schon jetzt in den Fußstapfen der Mama, die aus jedem Stück Verpackungsmaterial ein Spielzeug gestaltet, oder eine Dekoration für das Kinderzimmer erstellt. Früher nannte ich meine Arbeit ‘Recycling-Kunst’, denn den Begriff ‘Upcycling’ gab es noch nicht.“, so die nachhaltige Designerin weiter.

Eine Wow-Geschichte einer Frau, die sich nicht in Normen pressen lässt; und die die Welt mit anderen Augen sieht und vielleicht gerade deshalb die Kleinsten unserer Gesellschaft so begeistern kann.

Gefällt Dir Nicole? Dann unterstütze sie bei ihrer Aufklärungsarbeit mit einem Like oder mit einer Nachricht. http://buff.ly/1v9sx6K

Text: Patrizia Grünhagen
Fotos: Nicole Kininger

Nicole Kininger - Upcycling Designer

Upcyclingshop.de: So individuell wie Ich

50 Upcycling Designer zeigen Unikate im Recycling Look

“Design küsst Recycling” – das ist die Idee, die hinter dem neuen Upcyclingshop steht, der ab sofort unter der Internetadresse www.upcyclingshop.de erreichbar ist. Dazu Upcycling Fan und Onlineshop-Initiator Christoff Wiethoff: “Mit dem Upcyclingshop wollen wir ein Zeichen für einen neuen, faszinierenden Lifestyle setzen, der einerseits nachhaltigen Konsum verspricht und andererseits trendy, individuell und kreativ ist.”

Mehr und mehr Menschen begeistern sich für Upcycling als neue Designform. Anzughosen werden zu Kopfbedeckungen, Basketbälle zu Mäppchen, Fallschirme zu Badetaschen, Feuerwehrschlauch zu Gürteln, Schallplatten zu Uhren…der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Und so entstehen aus Gebrauchgegenständen in liebevoller Handarbeit grossartige Unikate. “Hier gíbt es nichts von der Stange. Die Produkte sind so einzigartig wie ihre Designer. Es ist fantastisch, was aus Alt-Materialien gezaubert werden kann. Man spürt förmlich das Herzblut, das Teil der Produkte geworden ist”, beschreibt enthusiastisch der Berliner Upcycling Unternehmer, der selbst an der Hochschule der Künste studiert hat.

Lifestyle und die gelebte Individualität sind die vordergründigen Aspekte des Upcyclings. Der weitergehende Aspekt besteht jedoch in der Umweltverantwortung. Denn beim Upcycling werden vorwiegend Materialien wiederverwendet, die sonst auf dem Müll landen würden. Die Statistik belegt, dass jeder Bundesbürger im Jahr 500kg Müll produziert – eine gigantische Menge. Umdenken ist gefordert, und beim Upcycling geht dieses Umdenken einher mit Kreativität und hohen Qualitätsstandards. “Umweltverantwortung alleine, das ist zu wenig”, meint Wiethoff. “Mein Herz schlägt für das Upcycling, denn es geht vorrangig um professionelle Handarbeit im Kontext von kreativem Design, Premium Qualität und Nachhaltigkeit, was auch unser Logo durch die ausgestreckten drei Finger symbolisiert”, so Wiethoff weiter.

Und somit sieht sich der Upcyclingshop primär als gesellschaftliche Initiative. Dazu Christoff Wiethoff: “Wir sind glücklich, dass wir gleich zum Start des Upcyclingshop 50 Upcycling Designer mit über 400 individuellen Upcycling Produkten präsentieren können. Wir möchten nachhaltig etwas bewegen, denn unser Ziel ist es, dass sich bis 2017 in jedem deutschen, österreichischen und schweizer Haushalt mindestens ein Upcycling Produkt befindet.”

Upcycling setzt sich als Trend immer weiter durch – neben England und den USA ist gerade der deutschsprachige Raum Vorreiter der Upcycling-Bewegung.

upcyclingshop

Upcyclingidol Nr. 9: WINNIE McHENRY

Die gelernte Innenarchitektin, Winnie McHenry, sieht das Problem der heutigen Wegwerf-Gesellschaft in der Geiz-ist-Geil Mentalität und im Einweg-Konsumverhalten. “Nichts ist für die Ewigkeit gemacht. Müll lande immer irgendwo und verschwinde nicht so einfach.”

Nehmen wir ein Beispiel: Es gibt immer die coolen, neuen Spielsachen und es gibt die ‘anderen’; die ungewollten, alten Spielsachen. Haben wir schon einmal darüber nachgedacht, wo wir die unerwünschten Spielzeuge lassen, wenn wir sie nicht an Freunde oder Familie weitergeben können? Der südafrikanische Frau kam hierzu eine geniale Idee. Nach ihrem Motto ‘Des Einen Leid ist des Anderen Freud’ initiierte Winnie das erste Spielzeug-Krankenhaus in Südafrika. Sie sammelt unerwünschte Spielzeuge, reinigt und repariert sie. Andere Menschen können dann dieses Spielzeug wieder kaufen – für sich selbst, für andere, oder als Spende. Neben der Restaurierung der alten Spielzeuge kreiert die Südafrikanierin auch neue Spielsachen aus „Alt”-Materialien,  wie beispielsweise bohnenbefüllte Hacky Sacks, Holzklotz-ABCs oder Memory Spiele.

“In Südafrika ist Upcycling noch ein sehr neues Konzept,” erklärt uns Winnie. “Wir benutzen eher den Begriff des Recyclings. Im Moment gibt es noch keinen Unterschied zwischen Recycling und Upcycling in unserem Land. Wir sind gerade erst dabei mit dem Recyceln anzufangen. Daher wird es noch ein paar Jahre dauern bis wir Südafrikaner über Alternativen des Recyclings und des Wegwerfens nachdenken.“
Winnie McHenry: „Von der Regierung kommt leider keine richtige Unterstützung für die junge Upcycling Bewegung.” Geld werde für die Bewerbung NEUER Produkte und Dienstleistungen ausgegeben. Das Abfallproblem werde eher ignoriert, als das nach einer geeigneten Lösung gesucht werde. In Sachen Mülltrennung befinde sich Südafrika weit hinter den Ländern der Europäischen Union (EU). Auch sei die Akzeptanz für Upcycling Produkte in den 3. Welt Ländern gering ausgeprägt. Die meisten Südafrikaner sehen die Werbeplakate für neue Produkte, Luxus Güter und Designer Artikel. Und gerade für Südafrikaner, die aus ärmeren Verhältnissen stammen, sind solche Produkte sehr erstrebenswert.  Das Tragen von wiederverwendeter Kleidung werde immer noch mit Armut in Verbindung gebracht.

Und so überrascht es nicht, dass in Südafrika – laut Winnie McHenry – lediglich Grossunternehmen auf den Upcycling Trend setzen, um sich als ‘grün’ und verantwortungsvoll zu präsentieren. “Da werden Mitarbeitern und Kunden Upcycling Produkte geschenkt, doch der einfache Mann auf der Straße kann nichts mit dem Upcycling Begriff anfangen.“, bedauert Winnie.

Doch die Erwachsenen könnten von den Kindern lernen. Diese benutzten ihre Phantasie und Kreativität, um aus vermeintlichen Abfall etwas Neues zu zaubern. Von diesem Optimismus angetrieben, gründete Winnie die Organisation „Upcycle”. Gemeinsam mit ihrem Team initiiert sie Beratungen, Trainings und Aktivitäten für Unternehmen, die strategisch auf Upcycling und Recycling setzen wollen. Dies mache es ihr möglich, die Idee des Upcyclings einem größeren Kreis von Menschen zu vermitteln. Und Winnie McHenry bewegt Menschen, denn man spürt, dass sie ihre Arbeit liebt: “Wenn jemand durch meine Upcycling Arbeit eine neue Sichtweise bezüglich unserer Ressourcen entwickelt, so ist dies mein größter Erfolg. Die Menschen müssen den Grund verstehen, warum Upcycling so elementar wichtig ist.”

Und so liegt es auf der Hand, dass sich Winnie nicht nur für Upcycling Produkte stark macht. “Wir müssen die Herstellung von wirklich guten Produkten mit gesteigerter Qualität vorantreiben, die ein Leben lang halten. Wir müssen Verantwortung für unser Handeln übernehmen. In unserem Interesse wie auch im Interesse unseres Planeten. Denn Upcycling ist nicht nur das, was wir tun, sondern vor allem eine Einstellung zum Leben selbst.”

Gefällt dir Winnie’s Einstellung? Gib ihr Dein Like! http://buff.ly/1xcoBUA

Crafty Corner: http://buff.ly/1xcozMH
Upcycle: http://buff.ly/1xcozMI
Spielzeug-Krankenhaus: http://buff.ly/1xcoBUD

Text: Patrizia Grünhagen
Fotos: Winnie McHenry

winnie mchenry

 

Upcyclingidol Nr. 6: EMMA DEERING

„Es dreht sich alles darum, funktional über das Gewöhnliche zu denken!“, so Emma Deering aus Irland, die damit ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht hat.

Emma selbst ist eine begeisterte Upcyclingdesignerin durch und durch, nimmt Upcyclingaufträge an und setzt diese nach den Wünschen ihrer Kunden mit viel Liebe zum Detail um.
Genauso wie in Deutschland wird in Irland Upcycling mehr und mehr als „it“ Begriff bekannt. Menschen upcyclen selbst ihre Möbel, geben diesen damit einen neuen frischen Look. Die Menschen erlernen wieder vermehrt das Nähen oder das Stricken. Die Mentalität unserer Großeltern kommt so allmählich wieder. „Dabei sind viele davon inspiriert, etwas Eigenes zu kreieren und ihren eigen Style zu leben.“ „Doch der Masse fällt es oft noch schwer, außerhalb der Box zu denken.“ Es gibt immer noch mehr Menschen, die skeptisch sind, selbst Upcycling zu betreiben bzw. Upcyclingprodukte aus Materialen zu kaufen, die andernfalls auf der Müllheide gelandet wären.
Aus diesem Grund ist Upcycling Teil von Bildung.

Upcycling bedeutet für Emma Neugierde, Verlängerung der Lebenszeit von unseren Produkten und das bestimmte Bewusstsein für die Umwelt. Dieses Bewusstsein hat für die junge Frau etwas mit gezielter Bildung zu tun: „Je mehr man Upcycling publik mache, desto mehr Menschen würden auch umdenken.“ „Alles, was wir wiederverwenden, recyclen, wiederherstellen und upcyceln können, kann den Unterschied – den Wandel – herbeiführen.“ Dies hat auch die irische Regierung erfasst und ein Community Reuse Network (CRN) ins Leben gerufen. Neben Schulaktionen werden Workshops speziell als Anregung zum Wiederverwenden angeboten.
Auch Emma verbreitet das Thema Upcycling gern: Stolz erzählt sie uns, dass sie dieses Jahr zum zweiten Mal vom größten Musikfestival Irlands eingeladen wurde, ihre Upcycing Kreationen zu präsentieren. Darüber hinaus ist sie auch in der Schule ihrer Kleinen mit dem Upcyclingthema unterwegs. Dieses Jahr wird sie mit den Kindern gemeinsam Fahrradgestelle aus Palletten erstellen.

„Pflanze Samen in die kleinen Köpfe und schau welcher Genie erblühen wird“ – ein liebevoller Spruch unseres Upcyclingidols aus Irland!

Emma auf Facebook: http://buff.ly/1woTByM
Emma’s Website: http://buff.ly/1um0AUF

Foto: Emma Deering
Text: Patrizia Grünhagen

Emma Deering

Upcyclingidol Nr.5: JUDITH REUTER

Einer Nikolaus-Ausstellung im Dezember 2003 verdanken wir, dass Judith Reuter die Idee zu ihren Label “Hei-dee” kam. Das Atelier ihrer Mutter hat sie damals inspiriert – seitdem fertigt sie Taschen aus Tetra Paks und Plastiktüten. Die junge Upcycling Designerin glaubt, wie viele unserer Upcycling-Idole, an Veränderung: “Wenn sich jeder auch nur ein bisschen umstellt, dann kommen wir schon ein ganzes Stück weiter!” , lautet ihre Devise.
Andere Menschen mit dem Thema “Wiederverwenden” zu begeistern, war einer der Gründe, dass sie bereits in 2006 ihr Upcycling-Können in speziellen Workshops weitergab. „Doch damals war die Masse noch nicht bereit für das Upcycling Thema” so Judith.

Die Zeiten haben sich geändert: Neben Perlenschmuck entwirft die junge Upcycling Designerin nun auch einzigartige Taschen aus gehäkelten Plastiktüten, und kombiniert diese mit anderen Second Hand Kleidungsstücken.

“Die Menschen verstehen nun ‘hochwertigere und aufwändiger gestaltete Produkte’ unter dem Begriff Upcycling” – voller Enthusiasmus spricht Judith selbst vom Umdenken, von Zweckentfremdung und von der Nähe zur Natur.


Judith‘s persönlicher Umwelt-Tipp:
Judith selbst stellt eigene Pflegeprodukte her, orientiert sich an natürlichen “Hausmittelchen” und kauft weitgehend biologisch ein.

Unsere “Perlenfrau” ist mit dem gewissen Gespür für Schmuck, Textilien und Umwelt ausgestattet – das ist der Spirit, den wir an unseren Upcycling-Pionieren lieben. Liebe Judith, Du hast uns mit Deiner Kreativität begeistert!

Like ihr Label auch auf FB: http://buff.ly/1srbTiJ
Und besucht Hei-Dee‘s Webpage: http://buff.ly/1srbTiK

Foto: Judith Reuter
Text: Patrizia Grünhagen

Judith Reuter

Upcyclingidol Nr. 4: MARIANGELES AGUIRRE

„50 Things Kids Can Do To Save The Earth“. Dies ist der Name des Buches das jemand damals dem 12-Jährigen argentinischen Mädchen ans Herz gelegt hatte. Seite um Seite wurde sie vom Upcycling und Recycling-Thema inspiriert und hat damals schon versucht, alles mitzumachen.
Noch in Argentinien hat die junge Frau Antiquitäten und alte Sachen geliebt, denn dies sind die Sachen, die man recyceln konnte. Damals, wo es noch wenige Second Hand Läden gab, war es noch schwierig, Materialien für die eigenen Kreationen zu finden. „Kleidung in Argentinien ist teuer, wahnsinnig teuer!“ Folglich lernten sie schon zu Jugendzeiten, Second Hand Textilien nicht als „schmutzig“, sondern als einzigartig zu bezeichnen.

Vor 10 Jahren ist die erwachsene Frau nach Deutschland gekommen und war erstmal erstaunt, dass was sie damals in ihrem Buch gelesen hat, ist hier wirklich wahr: Menschen trennen Müll und recyceln Möbel, Kleidung oder Schuhe!
Heute ist sie eine erwachsene Frau (im Bild links), die mit ihrer Design-begeisterten Schwester (im Bild mit Hut) das eigene Upcyclinglabel tHERAPY ins Leben gerufen hat. Sie in Berlin und Paula in Argentinien.

Die Geschichte zu ihrem Label ist beeindruckend. Damals als sie nach Deutschland kam, fand sie die Mode langweilig. „Natürlich muss wegen des Wetters hier alles funktionell sein.“ Doch trage hier fast jeder dasselbe, was sie/er im H&M oder bei ZARA findet, so Mariángeles.

Aus einer persönlichen Krise heraus, kam ihr dann die Idee, eine kreative Tätigkeit anzufangen. Etwas, wo sie sagen konnte: „Das hier bin ich, das hier ist Mariángeles“ Sie wollte sich selbst mögen und erkennen – erzählt uns die Argentinierin rückblickend.
„Etwas mit Deinen Händen zu tun, ist heilend. Es macht Dich unabhängig von Marken und Mode-Diktaten. Ich will meine eigene Geschichte erzählen. Ich wünsche mir, dass alle das Gleiche machen könnten.“

Mariángeles persönlicher Umwelttip: “Buy less, choose well and do it yourself.”

Eine großartige Geschichte von einer tollen Upcyclingfrau, die Mut macht, an sich selbst zu glauben und etwas Eigenes auf die Beine zu stellen, etwas wo man sagen kann: „Das hier, das hier bin ich.“

Gibt ihr Euer Like auch auf FB: http://buff.ly/1n0lATD

Text: Patrizia Grünhagen

tHERAPY