Frei-Cycle: Aussteller Präsentation 10

Vinyl und Kreativität stehen im heutigen Blickpunkt unserer Frei-Cycle Designmesse 2014 Vorschau. Das Berliner Label citybomb verwendet alte gebrauchte Schallplatten und erstellt aus diesen Tonträgern einzigartige Wanduhren samt Silhouetten verschiedener Städte. Sicherlich einer der Hingucker in Freiburg am 13./14. September.

citybomb steht für Upcycling aus alten Schallplatten. In die Mitte der Schallplatte wird ein Uhrwerk befestigt, so dass schöne, dekorative Wanduhren entstehen. Die Silhouetten entstehen via Laserschnitt, und die Wanduhren heissen Berlin, Hamburg, Köln, Leipzig, München, Miami oder gar World.

Dazu Upcycling Designer Adis Hadzic: “Unsere Mission ist es, den alten Schallplatten, die noch zahlreich in Kellern liegen und sinnlos verrotten, ein neues Leben zu geben. Und so entsteht etwas Schönes, und kein zusätzlicher Müll.”

citybomb-berlinhamburgworld

 

Möbelstücke aus Europaletten und Altholz

Verena Schumacher aus Berlin überrascht mit Möbel und Wohnaccessoires aus recycling und upcycling Materialien. Ihr Label FraVerTage stellt Möbelstücke aus Europaletten her – kombiniert mit altem Holz oder anderen Abfallprodukten.

Upcycling Designerin  Schumacher: “Wir werwenden ausschließlich alte und gebrauchte Materialien, welche in ihrer Grundsubstanz erhalten bleiben und auf natürliche Weise durch die Verwendung anderer Abfallprodukte ergänzt, kombiniert, regeneriert werden und daraus neue einzigartig designten Möbelstücken entstehen.”

Im Interview mit dem Upcyclingblog von nobrands GmbH berichtete Verena Schumacher auch über ihre Motivation in Sachen Upcycling aktiv zu werden: “An der Idee aus Europaletten und Speditionskisten Möbel zu bauen, fasziniert uns, dass sie so viel herum gekommen sind, so viel ertragen mussten und jedes Stück einzigartig ist und seine eigene Geschichte hat. Da haben wir uns gedacht, wir schenken diesen Transportgütern ein „neues“ Leben in nachhaltiger Produktion. Entstandene Gebrauchsspuren bleiben dabei ebenso erhalten wie die typischen Brandzeichen. Schließlich soll man später noch sehen, was es einmal war. Die Kisten und Paletten kombinieren wir mit anderen
Materialien. Doch auch die sind nicht neu und waren eigentlich zum Wegwerfen verdammt.”

So entstehen bei FraVerTage nicht nur Möbelstücke, sondern auch ausgefallene Wohnaccessoires aus Suppendosen, altem Silberbesteck, gebrauchten Pralinenpapierchen, ausgedienten Blechdosen,….und somit handelt es sich bei FraVerTage um Einzelstücke, die liebevoll gefertigt werden. 100% Upcycling – was sonst?

FraVerTage

So wird aus Plastikmüll ein Blumentopf: Plastik-Recycling

von Lars Petersen | von BZ News aus Berlin
Rund 130.000 Tonnen Plastikabfall werden jährlich in Berlin produziert. Aus der Gelben Tonne zum roten Blumentopf.

Joghurtbecher, Saftkartons, Salami-Packungen: Jeden Tag schmeißen die Berliner mehr als 350 Tonnen Plastikmüll weg.
Wo für uns der Genuss von Wurst, Käse und Co. endet, beginnt für Recyclingunternehmen ein Milliardengeschäft – und für die Verpackungen ein neues Leben.
Jörg Bartz (57) und Bernd Hoffmann (54) fangen früh um 6 Uhr ihre Schicht an. Die beiden Alba-Mitarbeiter entsorgen mit ihrem Fahrzeug Gelbe Tonnen und Säcke in einem Mahlsdorfer Wohngebiet. „Bis abends werden wir etwa sechs Kilometer gelaufen und 4000 bis 5000 Säcke ins Fahrzeug geworfen haben“, sagt Hoffmann. Die beiden fahren seit sechs Jahren zusammen, sind zwei von insgesamt rund 9000 Mitarbeitern von Alba, dem Unternehmen, das für die Entsorgung des Plastikmülls in Berlin zuständig ist.

Mehr als 100.000 Gelbe Tonnen stehen in der Stadt. Ab 2013 werden sie durch die neue Wertstofftonne ersetzt. Auch gelb, dürfen dann aber nicht nur Verpackungen, sondern jegliches Plastik und Metall reingeworfen werden. Längst ist der Müll nicht bloß Abfall, sondern eine wichtige Rohstoffquelle für die Industrie. Mit dem Recycling macht allein Alba jährlich einen Umsatz von gut 3,2 Milliarden Euro. Doch was genau passiert mit dem Müll? Die B.Z. hat den Weg verfolgt: Angefangen von der heimischen Mülltonne 550 Kilometer weit bis nach Polen, wo ein Unternehmen in einer Kleinstadt aus dem Berliner Plastikmüll unterschiedliche Blumentöpfe für Baumärkte herstellt.

Aber lesen Sie selbst, wie aus einer roten Trinkflasche ein terrakottafarbener Blumentopf entstanden ist…
1. Täglich werden irgendwo in Berlin Gelbe Tonnen geleert. Stadtweit gibt es mehr als 100.000 von ihnen
2. Der Müll landet im Aufbereitungszentrum in Hellersdorf. Täglich laden die Fahrzeuge rund 350 Tonnen ab
3. In der Sortieranlage wird der Abfall automatisch nach den verschiedenen Plastikarten getrennt
4. Dazu läuft der Müll durch eine Art Riesen-Schleuder, Magnetbänder und Geräte, die die Sorte anhand von Lichtreflexionen erkennen
5. Im Leitstand überwacht Schichtleiter Andreas Gall (48) den Prozess. Die Anlage läuft jeden Tag rund um die Uhr, außer sonntags
6. Am Ende werden die Plastikarten getrennt voneinander zu Paketen zusammengepresst. Auf diesem Bild Polypropylen (PP), härteres Plastik
7. Die Pakete gehen an Abnehmer aus Deutschland oder dem Ausland. Unser Paket fährt weiter nach Eisenhüttenstadt in Brandenburg
8. In dem Alba-Werk wird das Plastik gewaschen, dann entsteht Granulat (1000 Euro/Tonne). 30 Prozent gehen in den Export, etwa nach Polen
9. Werksleiter Andreas Mellen (40) zeigt das fertige Produkt. Auf Wunsch wird das naturgemäß graue Granulat im Werk verschiedentlich eingefärbt
10. 550 Kilometer von Berlin entfernt, bei Kattowitz (Polen): Hier reichern Mitarbeiter von Interplast das terrakottafarbene Granulat mit Chemikalien an
11. Firmen-Chef Jacek Przybysz zeigt die fertigen Blumentöpfe. Insgesamt entstehen hier 140 verschiedene Modelle, die auch in Berliner Baumärkten wiederzufinden sind

Und hier geht es zum Artikel:
http://www.bz-berlin.de/aktuell/berlin/so-wird-aus-plastikmuell-ein-blumentopf-article1572700.html

schicke Taschen aus Deiner ausgemusterten Lederjacke

Meyburg ist die Berliner Manufaktur für Taschen und Accessoires aus Leder mit Vorgeschichte. Darüber hinaus: Anfertigung einer Tasche aus Deiner ausgemusterten Lederjacke. Nachhaltigkeit mit einer besonderen Note.

Selbst Lederjacken mit klassischem Schnitt werden irgendwann in den Schrank verbannt, ein Mal im Jahr mit wehmütigen Blick gemustert und dann wieder ins Dunkel gehängt. Lederjacken können ausbeulen, Flecken oder kleine Risse bekommen. In der Industrie wird altes Leder geschreddert und zum Beispiel zu Untersetzern oder Schreibtischunterlagen verarbeitet -> Recycling.
Meyburg ist eine Berliner Manufaktur, die aus getragenen Lederjacken hochwertige, neue Taschen fertigt -> Upcycling.

Fotonachweis: www.meyburg.biz

Das Fest der Dinge: Re-/Upcycling Projekt am 19. Juni in Berlin

Des Einen Last und Lästigkeit ist des Anderen Freude und Luxus. Des Einen Geschichte ist des Anderen Zukunftsmaterial. Das Fest der Dinge handelt von Sinn und Zweck, Geschichte und Identität der Dinge – eine offene Werkstatt für erfahrene Bastler und findige Sammler, Neugierige und Nochnicht-Interessierte, Vorbeischauende und Mitmachende, Alt und Jung und Jünger.

Am Sonntag, dem 19. Juni wird der Karl-Marx-Platz zum Schauplatz eines großen Re/Upcycling-Projekts zum Mitmachen und Mitbringen: Die Besucher der 48 Stunden Neukölln sind aufgerufen, das Vergessene, Verbrauchte und unnütz Gewordene aus Kellern und Kisten zu kramen, an der Dingstation zu verschenken oder zu tauschen oder in einen der vielen Workshops miteinzubringen.

Berliner und Besucher sind eingeladen, unnütz gewordene Dinge mitzubringen, von kleinem Krimskrams über Wecker oder Blumentöpfe bis hin zu alten Möbelstücken. Als Spende oder Tauschobjekt erhält jedes abgegebene Ding an der Dingstation ein Etikett, auf dem seine persönliche Gebrauchsgeschichte notiert wird. Das Unnütze erhält so einen neuen Wert und eine konkrete Identität, die der neue Besitzer mit nach Hause nimmt. Im Vorfeld der Veranstaltung wurden Dinge aus dem Neuköllner Kiez bereits gesammelt. Auch sie stehen mit Etikett an der eigens aus gesammelten Holzresten konstruierten Dingstation zur Wahl.

Zudem findet den gesamten Sonntag ein Programm an Re/Upcycling-Workshops und Aktionen statt. Spielerisch, künstlerisch, praktisch: Unser Team von Kulturarbeitern und Künstlern, Mode-, Schmuck- und Möbeldesignern, kreativen Handwerk- und Handarbeitsprofis, Up- und Recyclingbegeisterten und Materialkennern lädt dazu ein, alte Dinge, Materialien, Ideen und Wünschen wiederzuverwerten, sie zu reparieren, damit künstlerisch zu experimentieren oder umzugestalten. Spontane Neukreationen oder konkret angeleitete Objekte – Je nach Workshop werden bestimmte Materialien benötigt (siehe Workshop-Beschreibungen) oder mit dem Mitgebrachten improvisiert.
Abschließend wird der Platz in einer gemeinsamen Aktion in Anlehnung an die Beuyssche Aktion „Ausfegen“, die 1972 ebenfalls beim Karl-Marx-Platz stattfand, gereinigt und gefegt. Besen können gerne mitgebracht werden.

Weitere Informationen unter Facebook: Das Fest der Dinge und www.DasFestDerDinge.blogspot.com. Wenden Sie sich gerne auch persönlich an die Organisatorin Mareen Scholl
Kontakt: m.s.kultur ::
mareen scholl kulturarbeiten
Karl-Marx-Straße 17 / 12043 Berlin
mareen_scholl@email.de
Mobil: 0176-10 320 742

Möbel aus Recycling-Material

Ralf Paul Schmitz setzt bei seinen Möbeln auf das Material MDF. MDF sind mitteldichte Holzfaserplatten, die zum großen Teil aus recycelten Holz hergestellt werden. MDF findet sich in den VANPEY Schiebetürenschränken, Beistelltischen, Kommod FlipRegale, BoxBank und vielen anderen Möbelstücken.

Das Design der VANPEY Möbel geht von spielerisch leicht bis zeitlos elegant, charakteristisch ist ihnen die moderne Gradlinigkeit. Die Materialien und Farben werden sorgsam aufeinander abgestimmt. Alle Möbel werden von Ralf Paul Schmitz in Berlin handgefertigt und als Einzelstück oder in Kleinserien produziert. Der VANPEY-Schriftzug sowie eine fortlaufende Seriennummer wird jedem Möbel eingeprägt.

Fotonachweis: www.vanpey.de

Taschen aus gebrauchten Werbeplanen

bolsoberlin verwendet für seine Taschen recycelte Werbeplane. Dieser Stoff ist sehr robust, wasserabweisend und langlebig. Die Plane stammt aus verschiedenen Quellen, also gibt es oft fremdsprachige Schriften auf den Taschen, Bolsos, Bags…

Britta Eppinger, Bildhauerin und Taschen-designerin, gestaltet und schneidert in Berlin-Neukölln spezielle und persönliche “Gepäckstücke” für die lebenslange Reise. Die Taschen sind Einzelstücke und Spezialanfertigungen – in allen Dimensionen – und sie sind von Hand genäht.

Fotonachweis: http://bolsosberlin.de

Recycling trifft Ringbuch

apfelsina wurde 2003 von der Textildesignerin Ina Kerkhoff in Berlin gegründet. Was mit einer Vorliebe für Apfelsinenpapier begann, entwickelte sich zu einer breiten Produktpalette mit Taschen, Gürteln, T-Shirts und anderen Accessoires.
Ina Kerkhoff gestaltet neben Recycling-Taschen auch Recycling-Ringbücher: Das südliche Spanien ist die Herkunftsregion des gebrauchten Apfelsinenpapiers, das für dieses Ringbuch verwendet wurde. Leere Blätter im Innenteil lassen viel Raum für Ihre Kreativität. Die charmanten Originale aus dem Hause apfelsina werden individuell entworfen und von Hand in Manufakturen und Behindertenwerkstätten gefertigt.

Fotonachweis: www.apfelsina.de