Fantastisches Upcycling

Kat O’Sullivan stellt unter dem Label KatWise verrückte Kapuzenpullover und Jacken aus gebrauchten Pullovern (upcycling) her. Jedes Stück ist einzigartig. Zudem bietet die innovative Designerin aus Brooklyn ein Lehrbuch an, so dass man mit etwas Geschick selbst ähnliche Kleidung herstellen kann. Kat O’Sullivan: “Ich habe es schon immer so empfunden, dass der Einsatz von Recycling Materialien deutlich mehr Seele in die Kreation bringt. Ich hatte nie wirkliches Interesse mit neuen Stoffen zu arbeiten.”

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Fashion aus gebrauchten Businesshemden

Für ihr Label Trinkhallen Schickeria trägt Lena Schröder unermüdlich zusammen, was sie an Materialien für ihre Kollektionen ergattern kann. Mit ihren Entwürfen protestiert die Modedesignerin dabei gegen den allgegenwärtigen „Billig-Chic“ von der Stange. Warum unfair und umweltschädlich Neues produzieren, wenn so viel Schönes aus vergangenen Tagen nur entdeckt werden muss?

Die aktuelle Kollektion „I wanna be a Yuppie“ ist aus Businesshemden entstanden, die vorher vielleicht euer Finanz- oder Steuerberater getragen hat. Eine Kollektion, die einerseits funktional ist – dabei aber verspielte Details nicht vermissen lässt. Ganz so, wie wir es von Trinkhallen Schickeria gewohnt sind: immer mit einem Augenzwinkern.

Für die Kollektionen der Trinkhallen Schickeria werden hauptsächlich recycelte Materialien verwendet.
Fast alle Stücke sind Unikate und werden in Köln genäht.

Mehr Infos zu: Trinkhallen Schickeria

Trinkhallen Schickeria

Upcycling Sportswear aus Berlin

Der Berliner Designer Wilfried Pletzinger entwirft Einzelstücke aus upgecycelter Sportswear. Aus hochwertigen Originalteilen der 70er, 80er und 90er Jahre kreiert er In seinem Atelier und Shop in Berlin Mitte anspruchsvolle, tragbare Mode mit Sexappeal und Persönlichkeit. Dabei akzeptiert er keine Limits, weder in Bezug auf das verwendete Material noch auf die einzigartigen Schnitte und Formen.

Bei der Verarbeitung von Second-Hand-Sportswear wird Wertvolles nicht nur erhalten sondern durch neues Design aufgewertet und zu neuem Leben erweckt. Auf Wunsch kann man sich auch individuelle Einzelstücke aus eigenen Sporthosen, Fußballtrikots, Jogging- oder Badeanzügen neu auf den Leib schneidern lassen.

Interview mit Wilfried Pletzinger:
Was war Ihre Motivation, auf Nachhaltigkeit zu setzen?
Als umwelt- und verantwortungsbewuβter Mensch ist es eine Selbstverständlichkeit. Abgesehen vom ökologischen Standpunkt ist meine Arbeit ausgesprochen inspirierend und herausfordernd.

Welche Schwierigkeiten treten aus Ihrer Sicht im öko-sozialen Business auf?

Ich produziere überwiegend Einzelteile die sich nicht in verschiedenen Gröβen vervielfältigen lassen. Die Erstellung eines jeden Kleidungsstücks bedingt sehr viel Entwicklungsarbeit, was eine marktgerechte Preisgestaltung oft schwierig gestaltet.

Was tun Sie privat, um das Thema Nachhaltigkeit voranzutreiben?
Ich bemühe mich vorbildlich zu leben. Ich fahre fast ausschlieβlich Fahrrad, gehe verantwortungsbewuβt mit Wasser, Energie und Konsumgütern um.

Fotonachweis: www.w-pletzinger.se

Upcycling Fashion Store in Berlin

Schicke Damenmode aus getragenen Herrenanzügen

Das Wiener Modelabel MILCH fügt dem bestehenden Wäscheberg nicht noch mehr hinzu, sondern fertigt lokal und fair aus bereits getragenen Herren-Anzügen und Herrenhemden neue intersaisonale Klassiker wie „MARILINN“, das Neckholder-Hosenkleid oder „FRITZ“ die Hosen-Kappe.
Die Designerin hinter dem Label, Cloed Priscilla Baumgartner, betreibt in Wien neben ihrem Label MILCH auch den YPPIG – ECO FASHION SHOWROOM zur Präsentation und Verbreitung des grünen Mode-Gedankens.
MILCH arbeitet seit 10 Jahren als Pionierin in Sachen „eco fashion“. MILCH wirft keine Kollektionen auf den Markt, die sich dem Jahresverlauf unterwerfen; vielmehr handelt MILCH nach dem Prinzip der Nachhaltigkeit und der Ressourcenschonung. Ausgemusterte Ware wird durch Upcycling in anderem Kontext wieder verwendbar gemacht, wie etwa bei der Aneignung (Appropriation) des klassischen Männeranzugs, dessen Verfremdung zu Hosen- und Hemdkleidern auch als Genderverwirrspiel verstanden werden kann. So werden Herrenhemden, Herrenanzugshosen dekonstruiert und ständig neu kombiniert, zerschnitten und verstrickt, gedreht und gewendet. Daraus entstehen laufend neue Modelle.

Selbstverpflichtung zu 100% Recycling, konkret aus Herrenhosen und Herrenhemden, die von der lokalen Kleidersammelstelle VOLKSHILFE BOX stammen und in den neuen grünen Waschsalons GREEN & CLEAN frisch gewaschen werden.
Selbstverpflichtung, lokal zu produzieren, konkret in Wien im sozialökonomischen Projekt MERIT, im Schneiderbetrieb DALLA und in der eigenen Werkstatt MILCH Zentrale.
Aus all diesen Selbstverpflichtungen entsteht locker flockig und mit viel Humor und Freude an den Stoffen und Details die intersaisonale Kollektion HOSEN.HEMD.KLEIDUNG, die durch innovatives Design und hochwertige Rohstoffe besticht und bezirzt!

Fotonachweis: http://MILCH.mur.at
Mode Recycling

Vintage Mode aus London

Mit ihrem bewussten Einsatz einheimischer Vintage Kleidung nimmt red mutha eine Vorreiterrolle in der europäischen Modeindustrie ein. Dabei überzeugt das “Customizing” wie auch das nachhaltige “Re-make”.

Das englische Label red mutha wurde bereits 1986 gegründet. Von Beginn an hat sich das Team um Red Curtis daran gemacht, recycelte Vintage Kleidung auf höchstem Niveau herzustellen.

Fotonachweis: www.redmutha.com

Interview mit der englische Designerin Nin Castle (Goodone):

Was war Ihre Motivation, auf Nachhaltigkeit zu setzen?
Ich habe Fashion Design an der Universität studiert – dabei habe ich mich bewusst auf das Thema Nachhaltigkeit in der Modeindustrie konzentriert. Mein eigenes Geschäft ging dann damit los, als ich damit anfing, aus alten Strickpullovern neue Strickkleider zu fertigen.

Welche Schwierigkeiten treten aus Ihrer Sicht im öko-sozialen Business auf?
Ich versuche meine Preise wettbewerbsfähig zu halten – und dennoch einen echten Mehrwert für meine Kunden und für meine Firma zu schaffen.

Was tun Sie privat, um das Thema Nachhaltigkeit voranzutreiben?
Ich hasse Verschwendung und ich setze alles daran, Dinge zu erhalten und zu reparieren. Ich lebe in London und ausser einem kleinen Van, den ich für meine Arbeit benötige, nehme ich meistens das Fahrrad. Das ist absolut die beste Art und Weise, sich in der Stadt zu bewegen.
Ausserdem bin ich der Meinung, dass man Unternehmen unterstützen sollte, die auf Nachhaltigkeit setzen – oder, wenn das nicht anders möglich ist – dass man Unternehmen unterstützt, die extrem hochwertige und somit langlebige Qualitätsprodukte anbieten.