Tolle Leuchten aus alten Bügeleisen

Antike Bügeleisen regten immer wieder die Erleuchtungsphantasien von Upcycling Designer Martin Lutze an. Hier agiert ein schönes altes Plätteisen als Basis für eine Leuchte mit Schwanenhals. Als Lampenschirm dienen Teile einer Petroleumlampe aus Messing. Fertig ist die Leuchte “Nostalgie”.
Aus seiner Internetseite zeigt “Leuchtenlutze” das ganze Repertoire des Leuchten Upcyclings. Unter Produktnamen wie Kokodi Kokoda, BobHob, Lighty Marleen, Robb-In oder Hobelux überrascht Martin Lutze immer wieder mit kreativen Einfällen.

Martin Lutze: “Räume erhalten durch interessante Lichtquellen eine besondere Note. Mit dieser “erhellenden”, wenn auch nicht neuen Erkenntnis begann ich Beleuchtungskörper der ganz besonderen Art für unsere Haus oder für das Zuhause meiner Kinder zu bauen. Mit der Zeit entstanden außergewöhnliche Leuchten, Lampen und Lichtobjekte, die ich aus allen möglichen und unmöglichen Restmaterialien, Fundstücken und ausgemusterten Gegenständen herstellte. Das Thema fasziniert mich bis heute in doppelter Hinsicht nachhaltig und führt zu erhellenden Beleuchtungsunikaten in vielfältiger, oft überraschender Optik.”

Wer die tollen Leuchten von Martin Lutze “live” erleben will, hat dazu bald Gelegenheit. Martin Lutze stellt vom 14. bis 16. März 2014 auf der Interior Messe im  Veranstaltungsforum (Fürstenfeldbruck) aus.

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Interview mit Karin Weiß von atelierkw

Was genau macht atelierkw?
Ich betreibe ein kleines Atelier in dem ich Wohnraumaccesoires aus Altmaterial herstelle. Zur Zeit stelle ich hauptsächlich Windlichter,Vasen und Windspiele aus Einwegglasflaschen her.
Die Gläser und Flaschen, aus denen ich meine Produkte fertige sind Einwegglas. Daher setze ich auf Upcycling und schone damit wenigstens ein kleines bisschen die Umwelt. Mit dem netten Nebeneffekt dass aus den Flaschen wunderschöne Einzelstücke entstehen,die man beim Anblick einer alten Weinflasche gar nicht vermuten würde.

Was war Ihre Motivation, auf Upcycling zu setzen?
Ursprünglich Geldnot – ich wollte mich Selbstständig machen, und hatte zwar jede Menge Ideen aber kein Geld um mir teure Rohstoffe zu kaufen. Daher fing ich an mit Altglas zu experimentieren. Inzwischen hat sich der Schwerpunkt verlagert,und die Nachhaltigkeit ist in den Vordergrund gerückt, weil viel zuviel weggeworfen wird und ich inzwischen bei Abfall produkte eher sehe was man daraus machen könnte, dass es ein zweites mal nutzbar wird.

Welche Schwierigkeiten treten aus Ihrer sich im eco-upcycling Business auf?
Ich glaube in diesem Bereich gibt es viele Probleme, die ineinandergreifen. Recycling und Upcyclingprodukte sind bei einem Teil der Verbraucher noch immer unbekannt, oder zu wenig im Vordergrund. Zum Anderen haben Verbraucher oft nur den zu bezahlenden Preis eines Produktes im Kopf, nicht, was ein billiges Produkt tatsächlich kostet, wenn man berücksichtigt, wie, woraus und von wem es produziert wird. Ein weiteres Problem ist, dass ein Betrieb, der auf Nachhaltigkeit setzt sei es durch Faire Produktion, soziales Personalwesen oder ein Nischenprodukt im Recyclingbereich herstellt oft wesentlich kleinere Gewinnmargen hat und daher Geldgebern eher als eine Investition mit hohem Risiko gilt im vergleich zu anderen Betrieben. Daher ist es schon schwierig ohne privates Finanzpolster überhaupt einen Betrieb dieser Art zu gründen.Ganz schlimm finde ich ,dass Ein Verbraucher abgesehen von Lebensmitteln auch oft gar nicht die Chance bekommt sich ein Bild über die Inhaltsstoffe eines Produktes zu machen. Ein Beispiel sind Farben und Lacke Kein Endverbraucher kann wirklich nachvollziehen woraus diese Farben bestehen,wie sie hergestellt werden und welche Alternativen es gäbe, auf natürlicher Basis, zum Teil sogar in weit höherer Qualität als eine herkömmliche Baumarktfarbe.
Diese Liste liesse sich noch sehr lange fortsetzen…

Karin WeißatelierKW Lichtspiel