Schöner Schrott

aus einem Artikel der vor zwei Tagen über die dpa gelaufen ist:
Text- wie Fotorechte liegen bei der dpa.

“Junge Designer entwerfen Mode aus dem Müllcontainer:
Recycling oder auch Upcycling – das sind in der Modebranche längst keine Neuigkeiten mehr. Aber wer benutzt schon Materialien, die direkt aus dem Container eines Recyclinghofes stammen?

Schüler einer Modefachschule in Sigmaringen (Baden-Württemberg) haben es gewagt und haben sich die Hände schmutzig gemacht. Aus ehemals stinkender Folie, klebrigen Bechern oder verrosteten Kronkorken entwarfen sie Kleidung. Durchaus hübsch anzusehen, allerdings noch ist nicht klar, ob die Röcke oder Oberteile tatsächlich tragbar sind.

Am Wochenende präsentierten die Schüler ihre Müllmode auf einem Laufsteg in der Halle eines Recyclinghofes – eine ganz saubere Sache.”

Auch der Upcyclingblog unterstützt das Trashcycling als eine Form des Upcyclings. Bei “Müll” streiten sich die Gemüter in Sachen Hygiene, doch bevor dieser verarbeitet wird, erfolgt eine grundlegende Reinigung der Materialien, so dass ggf. vorhandene Bakterien und Keime eliminiert sind. Angesichts der weltweiten Müllproblematik ein sinnvoller Schritt, bewusst zu schauen und zu handeln.

schoener schrott

 

 

Gemeinsam für 100% Upcycling

Susanne Bujakowsky betreibt das Label “Creadigol” und fertigt Produkte aus unterschiedlichen Kategorien und Materialien, wie Kunststoff, Papier und Alttextilien. Alle Produkte stellt die Upcycling Designerin allein selbst her.
Dazu Susanne Bujakowsky: “Mein Ziel ist, Materialien, die normal als Müll anfallen, einem neuen Leben zuzuführen. Ich versuche aus dem alltäglich anfallenden Müll ansprechende Produkte zu entwickeln. So bekommt der Abfall eine zweite Chance.
Ich habe mich schon immer mit Ökologie und Wiederverwertung auseinander gesetzt. Es macht mich immer wieder fassungslos, was Alles weggeworfen wird. Mich stört die grundsätzliche Haltung, dass nur etwas Neues etwas Gutes ist. 
Mir ist wichtig, den Blick für das Material zu öffnen und eine neue Wertigkeit darin zu finden.

Nach meiner Erfahrung finden viele Menschen die IDEE der Wiederverwertung gut, sind aber skeptisch, wenn ihnen klar wird, dass es einmal Müll war. Es ist wichtig, sehr viel Aufklärung zu leisten, denn es gibt zu viele Unterschiede zum “normalen” Design, die man dem Endprodukt nicht immer ansieht.
Ausserdem fehlt mir eine professionelle Plattform, die ALLE Recycler, Upcycler und Redesigner repräsentiert. Die könnte die Aufklärung betreiben, die Designer dürften sich auf das Gestalten konzentrieren. Mein grosser Wunsch ist ein Recycling-Kaufhaus…real oder erst einmal im Netz. Hier wäre ein schöner Schnittpunkt, um sich als Produzierender zu vernetzen und sich gemeinsam einen Kundenstamm zu erarbeiten.”

Und dies ist auch der Ansatz von nobrands GmbH – wir bieten diese professionelle Plattform, die ALLE Recycler, Upcycler und Redesigner repräsentiert – lassen Sie uns gemeinsam Geschichten schreiben!!!

 
web:     www.upcyclingbook.de 
             (Upcycling-Designer aus aller Welt)
blog:     www.upcyclingblog.de 
             (Upcycling-Informationen aus aller Welt)
shop:    www.upcyclingshop.de 
             (Upcycling-Produkte aus aller Welt  – Start: 1.9.2014)
 
social: www.facebook.com/groups/Upcyclingshop/

 

Upcycling Design aus Müll

ZDF

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2062260/Upcycling-Design-aus-Muell#/beitrag/video/2062260/Upcycling-Design-aus-Muell

Ein schöner Beitrag vom ZDF über ein Hamburger Upcycling Label … abzurufen über die ZDF Mediathek.

22 Tonnen weniger Müll durch Upcycling

Im vergangenen Jahr hat Feuerwear 40 Kilometer ausgemusterten Feuerwehrschlauch zu neuen, individuellen Taschen und Accessoires verarbeitet. Die handgefertigten Unikate sehen nicht nur gut aus, sondern schonen auch nachhaltig die Umwelt: insgesamt blieben der Umwelt so 22 Tonnen Müll erspart. 

Im Lager von Feuerwear in Köln warten sie auf ihren nächsten Einsatz: In den Regalen stapeln sich ausgemusterte Feuerwehrschläuche aus ganz Deutschland, die bereits jahrelang Leben gerettet haben und nun nicht mehr für den professionellen Einsatz bei der Feuerwehr geeignet sind. Seit 2005 verlängert Produktdesigner Martin Klüsener den Lebenszyklus des robusten Materials, das sonst in der Müllverbrennungsanlage landen würde.

„Im vergangenen Jahr haben wir ca. 40 Kilometer Schlauch aus ganz Deutschland zu über 40.000 Unikaten verarbeitet“, sagt Robert Klüsener, der das Unternehmen zusammen mit seinem Bruder Martin leitet. „Das sind 22 Tonnen weniger Müll, der verbrannt werden musste. Die Zahl ist umso beeindruckender, wenn man bedenkt, dass dabei die schweren Metallkupplungen an den Enden der Schläuche gar nicht berücksichtigt sind“, so Klüsener weiter.

Als einzigartige Tasche oder Accessoire mit individuellen Spuren aus unzähligen Einsätzen haben die nachhaltigen Feuerwear-Produkte noch viele Jahre vor sich. Mehr Infos unter: Feuerwear

 

So wird aus Plastikmüll ein Blumentopf: Plastik-Recycling

von Lars Petersen | von BZ News aus Berlin
Rund 130.000 Tonnen Plastikabfall werden jährlich in Berlin produziert. Aus der Gelben Tonne zum roten Blumentopf.

Joghurtbecher, Saftkartons, Salami-Packungen: Jeden Tag schmeißen die Berliner mehr als 350 Tonnen Plastikmüll weg.
Wo für uns der Genuss von Wurst, Käse und Co. endet, beginnt für Recyclingunternehmen ein Milliardengeschäft – und für die Verpackungen ein neues Leben.
Jörg Bartz (57) und Bernd Hoffmann (54) fangen früh um 6 Uhr ihre Schicht an. Die beiden Alba-Mitarbeiter entsorgen mit ihrem Fahrzeug Gelbe Tonnen und Säcke in einem Mahlsdorfer Wohngebiet. „Bis abends werden wir etwa sechs Kilometer gelaufen und 4000 bis 5000 Säcke ins Fahrzeug geworfen haben“, sagt Hoffmann. Die beiden fahren seit sechs Jahren zusammen, sind zwei von insgesamt rund 9000 Mitarbeitern von Alba, dem Unternehmen, das für die Entsorgung des Plastikmülls in Berlin zuständig ist.

Mehr als 100.000 Gelbe Tonnen stehen in der Stadt. Ab 2013 werden sie durch die neue Wertstofftonne ersetzt. Auch gelb, dürfen dann aber nicht nur Verpackungen, sondern jegliches Plastik und Metall reingeworfen werden. Längst ist der Müll nicht bloß Abfall, sondern eine wichtige Rohstoffquelle für die Industrie. Mit dem Recycling macht allein Alba jährlich einen Umsatz von gut 3,2 Milliarden Euro. Doch was genau passiert mit dem Müll? Die B.Z. hat den Weg verfolgt: Angefangen von der heimischen Mülltonne 550 Kilometer weit bis nach Polen, wo ein Unternehmen in einer Kleinstadt aus dem Berliner Plastikmüll unterschiedliche Blumentöpfe für Baumärkte herstellt.

Aber lesen Sie selbst, wie aus einer roten Trinkflasche ein terrakottafarbener Blumentopf entstanden ist…
1. Täglich werden irgendwo in Berlin Gelbe Tonnen geleert. Stadtweit gibt es mehr als 100.000 von ihnen
2. Der Müll landet im Aufbereitungszentrum in Hellersdorf. Täglich laden die Fahrzeuge rund 350 Tonnen ab
3. In der Sortieranlage wird der Abfall automatisch nach den verschiedenen Plastikarten getrennt
4. Dazu läuft der Müll durch eine Art Riesen-Schleuder, Magnetbänder und Geräte, die die Sorte anhand von Lichtreflexionen erkennen
5. Im Leitstand überwacht Schichtleiter Andreas Gall (48) den Prozess. Die Anlage läuft jeden Tag rund um die Uhr, außer sonntags
6. Am Ende werden die Plastikarten getrennt voneinander zu Paketen zusammengepresst. Auf diesem Bild Polypropylen (PP), härteres Plastik
7. Die Pakete gehen an Abnehmer aus Deutschland oder dem Ausland. Unser Paket fährt weiter nach Eisenhüttenstadt in Brandenburg
8. In dem Alba-Werk wird das Plastik gewaschen, dann entsteht Granulat (1000 Euro/Tonne). 30 Prozent gehen in den Export, etwa nach Polen
9. Werksleiter Andreas Mellen (40) zeigt das fertige Produkt. Auf Wunsch wird das naturgemäß graue Granulat im Werk verschiedentlich eingefärbt
10. 550 Kilometer von Berlin entfernt, bei Kattowitz (Polen): Hier reichern Mitarbeiter von Interplast das terrakottafarbene Granulat mit Chemikalien an
11. Firmen-Chef Jacek Przybysz zeigt die fertigen Blumentöpfe. Insgesamt entstehen hier 140 verschiedene Modelle, die auch in Berliner Baumärkten wiederzufinden sind

Und hier geht es zum Artikel:
http://www.bz-berlin.de/aktuell/berlin/so-wird-aus-plastikmuell-ein-blumentopf-article1572700.html