Upcyclingidol Nr. 2: YINKA ILORI

YINKA ILORI: ‘It Started With A Parable’.

Der Nigerianer Yinka Ilori wohnt zur Zeit in London. Er hat einen Bachelor in Möbel- und Produkt Design von der London Metropolitan University und hat sich seitdem in Upcycling Möbel spezialisiert. Seine Kunstwerke sind oft durch den Einfluss seiner nigerianischen Kindheit geprägt und strahlen daher in kräftigen Farben und afrikanischen Mustern.
Für seine Stuhlkreationen nimmt er gern alte oder sogar defekte Möbel an, um diese zu „retten“, zu verschönern und ihnen den Hauch von Nigerianischen Parabeln zu verleihen., so Yinka. Jedes Kunstwerk von ihm ist daher ein Einzelstück und besitzt oftmals eine humorvolle Geschichte.
Yinka Ilori’s Ausstellungen fanden schon in London, New York, Milan und sogar in Frankfurt/Main statt.

Das Foto stammt von folgender Internetseite (hier liegen auch die entsprechenden Bildrechte):
http://www.timeout.com/london/shopping/it-started-with-a-parable

Hier geht es zu seiner Webseite: http://yinkailori.com/

Text: Patrizia Grünhagen

YINKA ILORI

 

 

Frei-Cycle: Aussteller Präsentation 16

Auf der Frei-Cycle Designmesse finden sich Anbieter rund um die Themen Upcycling, Reycling, Re-Design, Re-Use und Vintage – und alle verbindet der Gedanken, Vergangenes durch Verwandlung zu bewahren.

Dieser Philosophie fühlt sich auch Nancy Katthöfer mit ihrem Label Wandeldesign verpflichtet. Wandeldesign verwandelt nicht mehr zeitgemäße Objekte und anderes in individuelle Designerstücke. Mit einem neuen Look werden diese Stücke zu einzigartigen Möbeln und Wohnaccessoires. Und so entstehen Wohnunikate, die schon Geschichte(n) erzählen, wie ein alter Puppenwagen, der als Untergestell zu einem neue Tisch erwacht, ein alter Kerzenleuchter mit neuer Interpretation oder ein alter Schulstuhl mit Motiven aus der Region Freiburg. Kurzum, Nancy Katthöfer geht es um hochwertiges Design, das alten Dingen einen zweiten Sinn gibt: “Wir können in diversen Gegenständen neues  Leben entdecken, anstatt sie zu entsorgen. Es geht um das Besondere und um Individualität, um Geschichten, die mit diesen Stücken behaftet sind.”, so die Upcycling Designerin weiter.

Bei dieser schöpferischen Arbeit steht bei Wandeldesign der Gedanke an die Werterhaltung, die Nachhaltigkeit und Wiederverwertbarkeit im Mittelpunkt. 

Im schönen Wendland werden diese Produkte bearbeitet und hergestellt, und am Wochenende gibt es die tollen Upcycling Möbel zu sehen auf der Frei-Cycle Designmesse. Auf nach Freiburg.

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Frei-Cycle: Aussteller Präsentation 7

Heute dreht sich alles um Upcycling Möbel. Gerade in diesem Bereich find sich viele tolle Labels, die aus nicht mehr benötigten Alltags-Gegenständen etwas Neues zaubern. In der heutigen Präsentation stellen wir zwei Unternehmen vor, die die Vielfältigkeit des Upcyclings eindrucksvoll präsentieren: Dies sind

– FRAKTALI
– Ko-j

FRAKTALI, das Atelier für Verwandlungsdesign aus Frankfurt/Main, setzt auf Inspiration, und möchte Menschen mit Formen, Farben und Fantasie überraschen. Beatrice Anlauff steht hinter dem tRAUMDESIGN Label, das neben Upcycling Raum- und Lichtobjekten auch mit Skulpturen, Fotografien und Workshops aufwartet:  “Einstmals mifraktalit viel Energieaufwand produzierte Produkte werden von mir verändert und mit einer neuen Funktion versehen. Dadurch erhalten sie ein „zweites Leben“ und werden wieder aufgewertet.” Natürlich handelt es sich bei den Upcycling Möbeln und Upcycling Leuchten um Unikate, die nach eigenen Entwürfen entstanden – alles  mit echter Liebe zum Detail handgefertigt.

Ko-j“ steht für Kleinmöbel und Wohnzubehör. Dabei setzen die Designer Sibylle Hansen und Aulia Muhammad auf Objekte an der Schnittstelle zwischen Kunst und Design, frei nach der Maxime: “Gestaltetes gestalten, Verarbeitetes verarbeiten. Aufwendig Hergestelltes einer neuen Verwendung zuführen, Verpackungsdesign als Textur.”

Produziert werden die Upcycling Möbel in kleinen Manufaktur in Indonesien. Kleine Stückzahlen in reiner Handarbeit – die Möbel werden nur gekantet und gefalzt, nicht geschweißt. Dies verleiht den Objekten den typischen Charakter. Sibylle Hansen: “Unsere Koiteller werden aus Ölfassblech von Hand gehämmert und dann von einem Künstler mit Koi ́s bemalt. Die Farbe des Untergrundes ist durch jahrelangen Gebrauch der Ölfässer entstanden und nicht reproduzierbar. Da auch unsere Handwerker Künstler in ihrem Fach sind, ist die Anzahl der Objekte, die wir produzieren können sehr begrenzt. Auch die Verfügbarkeit des Ausgangsmaterials setzt oft Grenzen in der Produktion. Es ist nicht jedes Material immer und in jeder gewünschten Menge vorhanden, und ist somit wertvoll auf seine eigene Art.”

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Frei-Cycle: Aussteller Präsentation 3

Der heutige  blogpost befasst sich mit Upcycling Möbel. Die
Frei-Cycle Designmesse präsentiert Upcycling Mode, Upcycling Schmuck, Upcycling Taschen, Upcycling Lampen, und natürlich auch Upcycling Möbel.

Mit dabei sind die Upcycling Möbel Label
– Donnalupinas Textilwerkstatt
– andercover

Donnalupinas Textilwerkstatt  fertigt diverse Sitzmöbel und Accessoires aus Kaffeesäcken an. Dazu Carmen und Bertram Wolf: “Ein Sitzsack ist nicht nur allein zum Sitzen da. Sitzsäcke und Bodenkissen bieten viel mehr. Man kann sich hineinwerfen, sich darin ausbreiten, es sich gemütlich machen, die Seele baumeln lassen und vor allem höchsten Komfort genießen. Bereits seit 1968 ein Kultobjekt, ist er heute immer noch ein beliebtes und stilvolles Möbel. Sein Design, unterschiedliche Formen, Farben, Stoffkombinationen und Materialien, machen Sitzsäcke auch heute noch zu richtigen Stilobjekten.” Und wenn dann ein solcher Sitzsack aus Upcycling Materialien wie Kaffeesäcken hergestellt wurde, umso besser. Neben den Sitzsäcken fertigt das Unternehmen aus Mössingen auch Wohnaccessoires wie Kissen aus den Kaffeesäcken.

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Ebenfalls auf der Frei-Cycle anzutreffen, ist das Upcycling Möbel Label andercover um Rike Staar & Manni Weichert.

Upcycling ist die Maxime der beiden Designer, denn in einer Zeit immer knapper werdender Ressourcen ist Upcycling das Gebot der Stunde.

andercover aus Köln upcycelt hochwertige, langlebige Materialien, die bei Produktionsprozessen als Reste anfallen, zu ungewöhnlichen Möbeln und Wohnaccessoires. So wird diesen vermeintlich ausgedienten Komponenten eine überraschende, neue Funktion gegeben, hochwertige Materialien vor der Vernichtung bewahrt und Ausgesondertes wieder in den Alltag integriert.

Für die Herstellung werden ausschließlich Altmöbel, Holzreste und sonstige Produktionsreste von Schreinereien und Messebauern sowie ausgediente Alltagsgegenstände verwendet.

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Upcycling – Augenschmaus im heimischen Wohnzimmer

Kreatives und hochwertiges Upcycling findet immer mehr Beachtung. Vor 3-4 Jahren noch nahezu unbekannt, widmen sich hierzulande immer mehr Menschen diesem Lifestyle, der durch Kreativität, Idealismus und Umweltverträglichkeit geprägt ist. Denn es hat einen besonderen Charme alte Gegenstände in neue Designobjekte zu verwandeln – insbesondere wenn es sich um Möbel und Wohnaccessoires handelt.

„Im deutschsprachigen Raum lassen sich Upcycling Fans in zwei Gruppen unterteilen“, so Christoff Wiethoff, Geschäftsführer der nobrands GmbH aus Berlin. „Zum einen gibt es die „Do-It-Yourself“ (DIY) Enthusiasten, die pure Freude am Basteln und Tüfteln haben. Je nach Geschick zaubern diese Hobbykünstler geschmackvolle Upcycling Produkte für den Eigenbedarf. Bekannt sind in diesen Kontext ausgefallene Betten aus Euro-Paletten, Bücherregale aus Weinkisten, Hocker aus Bierkästen, Leuchten aus Bügeleisen, Garderoben aus Flaschen, etc. Gerade in Deutschland findet sich eine breite Community, die dieser DIY-Gruppe zuzurechnen sind. Denn die Deutschen sind weltweit bekannt als talentierte Heimwerker.“

Zunehmend setzen auch professionelle Designer bewusst auf den Upcycling Lifestyle. „Seit 2010 stellen wir auf www.upcyclingblog.de und auf www.upcyclingworld.de kreative Upcycling Designer aus aller Welt vor. Dabei ist der Fokus der nobrands GmbH eindeutig auf ‚Premium Upcycling’ ausgerichtet, denn Qualität steht nicht zur Disposition“, so Wiethoff weiter.

Aus zahlreichen Interviews mit Upcycling Designern, weiß Wiethoff um die Herausforderungen im aktuellen Upcycling Business: Kunden erwarten einen niedrigen Preis, da Alt-Materialien verarbeitet werden. Doch die Realität sieht deutlich anders aus. Upcycling Produkte sind Unikate bzw. entstehen in Kleinst-Serien. Von daher liegt der Preis häufig höher als bei industriell gefertigten Neu-Produkten à la IKEA. „Hier werden Äpfel mit Birnen verglichen“, unterstreicht Christoff Wiethoff. „Bei professionellen Upcycling Designern erhalten die Kunden nicht nur ein Möbelstück, sondern ein einzigartiges, sozusagen einmaliges, Kunstwerk.“

Manche Upcycling Designer gehen daher auch noch einen Schritt weiter, und suchen direkt den Bezug zur Kunst. So werden Duschen aus Telefonzellen, Esszimmer-Möbel aus Fischerbooten oder Sitz-Garnituren aus dem Heck von Oldtimern und aus gusseisernen Wannen hergestellt. Und für diesen Augenschmaus im heimischen Wohnzimmer sind durchaus einige Tausend Euro fällig. Auch Museen haben den kulturellen Mehrwert von Upcycling Möbeln erkannt, und investieren in Möbelstücke international renommierter Upcycling Designer, wie zum Beispiel in die Werke des Niederländers Piet Hein Eek.

„Premium Upcycling ist aber in der Sache gedacht für jedermann“, und das herauszustellen, ist dem Berliner Upcycling-Visionär, Christoff Wiethoff, sehr wichtig. „Wir möchten, dass sich im Jahr 2017 in jedem deutschen Haushalt mindestens ein Upcycling Produkt befindet. Das ist unser Traum – und das ist es, was uns täglich antreibt.“ Aus diesem Grund wird die nobrands GmbH auf vielfachen Wunsch zum 1. September 2014 ihren Upcyclingshop (www.upcyclingshop.de) vorstellen.

 

Möbel aus unbrauchbar gewordenen Fischerbooten – Blessindofurniture fertigt Tische, Stühle und Regale aus Altholz:

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Premium Upcycling erreicht Indonesien

Indonesien – die Meisten von uns kennen Bali, die Urlaubsinsel in Südasien mit hinduistischem Flair. Aber das in Indonesien nahezu 250 Millionen Menschen leben, der Islam dominiert, und das Land aus über 10.000  Inseln besteht, wissen die Wenigsten. Indonesien rangiert im internationalen BiP (GDP) Vergleich auf Rang 16.

Dennoch gilt Indonesien als Schwellenland – in den ländlichen Gebieten kann man Indonesien durchaus als Entwicklungsland einstufen.

Menschen in Entwicklungsländern betreiben aktiv Upcycling – wertlos gewordene Produkte werden im Rahmen von DIY wiederbelebt. Interesse an hochwertigen Upcycling Produkten ist in Indonesien nicht vorhanden – auch meine Studenten (in Bangladesh wie in Indonesien) schauen immer überrascht, wenn ich meine Begeisterung für Upcycling und Recycling teile.
Umso mehr war ich überrascht, als ich in der Shopping Mall “Nagoya Hill” (Batam, Indonesien) auf Blessindo Furniture stieß. Im Rahmen einer Ausstellung präsentierten Novfri und Priscilla ihre wunderbaren  “Boatwood Furniture”. Bänke, Stühle, Tische und Kommoden – diese großartigen Möbelstücke werden in Java aus unbrauchbar gewordenen Fischerbooten erstellt.

Hier geht es direkt zur Website – unbedingt die tollen Fotos anschauen!

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Möbelstücke aus Europaletten und Altholz

Verena Schumacher aus Berlin überrascht mit Möbel und Wohnaccessoires aus recycling und upcycling Materialien. Ihr Label FraVerTage stellt Möbelstücke aus Europaletten her – kombiniert mit altem Holz oder anderen Abfallprodukten.

Upcycling Designerin  Schumacher: “Wir werwenden ausschließlich alte und gebrauchte Materialien, welche in ihrer Grundsubstanz erhalten bleiben und auf natürliche Weise durch die Verwendung anderer Abfallprodukte ergänzt, kombiniert, regeneriert werden und daraus neue einzigartig designten Möbelstücken entstehen.”

Im Interview mit dem Upcyclingblog von nobrands GmbH berichtete Verena Schumacher auch über ihre Motivation in Sachen Upcycling aktiv zu werden: “An der Idee aus Europaletten und Speditionskisten Möbel zu bauen, fasziniert uns, dass sie so viel herum gekommen sind, so viel ertragen mussten und jedes Stück einzigartig ist und seine eigene Geschichte hat. Da haben wir uns gedacht, wir schenken diesen Transportgütern ein „neues“ Leben in nachhaltiger Produktion. Entstandene Gebrauchsspuren bleiben dabei ebenso erhalten wie die typischen Brandzeichen. Schließlich soll man später noch sehen, was es einmal war. Die Kisten und Paletten kombinieren wir mit anderen
Materialien. Doch auch die sind nicht neu und waren eigentlich zum Wegwerfen verdammt.”

So entstehen bei FraVerTage nicht nur Möbelstücke, sondern auch ausgefallene Wohnaccessoires aus Suppendosen, altem Silberbesteck, gebrauchten Pralinenpapierchen, ausgedienten Blechdosen,….und somit handelt es sich bei FraVerTage um Einzelstücke, die liebevoll gefertigt werden. 100% Upcycling – was sonst?

FraVerTage

andercover – Möbelkunst mit nachhaltigem Design

Upcycling ist die Maxime der beiden Designer Rike Staar und Manfred Weichert, die sich unter dem Label andercover zusammengeschlossen haben. Denn in einer Zeit immer knapper werdender Ressourcen ist Upcycling das Gebot der Stunde.
andercover upcycelt hochwertige, langlebige Materialien, die bei Produktionsprozessen als Reste anfallen, zu ungewöhnlichen Möbeln und Wohnaccessoires.
So wird diesen vermeintlich ausgedienten Komponenten eine überraschende, neue Funktion gegeben, hochwertige Materialien vor der Vernichtung bewahrt und Ausgesondertes wieder in den Alltag integriert.

Für die Herstellung werden ausschließlich Altmöbel, Holzreste und sonstige Produktionsreste von Schreinereien und Messebauern, die sonst der Müllverbrennung zugeführt worden wären. Zudem werden ausgediente Alltagsgegenstände verwendet.

Mehr Infos: andercover

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Künstlermöbel in Einzelanfertigung

Alle verwendeten Materialien (vorwiegend Holz) sind upgecycled. Die Hölzer sind mit Geschichte aufgeladen und werden so verarbeitet, dass diese “Aufladung” durch zukünftige Benutzung noch verstärkt wird.

Dahinter steckt Tom Thiel von Gelebtes Holz.

 

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Lucy Turner – Möbel im Retro Stil

Die britsche Designerin Lucy Turner hat bereits überegionale Anerkennung und Beachtung für ihre Möbel erhalten, die im Sinne von Upcycling hergestellt werden. Ihre designorientierte Möbelfirma hat sich darauf spezialiert, Möbelstücke (Mitte des 20. Jahrhunderts) individuell und auf Kundenwunsch mit der Oberflächenveredelung “Formica®” Laminat zu bearbeiten.

Lucy hat eine unkonventionelle und inspirierende Art, ihre eigenen Entwürfe auf das Formica Laminat zu bringen. Dabei orientiert sie sich häufig auch an den ursprünglichen Designs der Möbel. Bei ihren Kommoden oder Schmicktischen entscheidet sie sich meist für verspielte Darstellungen von Ananas, Tulpen und Flamingos – ein Hoch auf den Retro-Stil.

Das unglaubliche Farbspektum des Formica Laminats betont die Besonderheiten und die Geschichte jedes einzelnen Möbelstücks und bringt diese elegant in das 21. Jahrhundert.

Die von Lucy Turner designten Möbel zeigen eine perfekte Balance von zeitgenössischen und retro-orientierten Stilen. Dabei setzt sie auf Upcycling, Recycling, niedrigen CO2 Verbrauch, geringen Energie-Einsatz sowie auf die Vermeidung von Abfall. “made for life” ist das Credo ihrer Möbelstücke.

Mehr Infos unter: Lucy Turner