Upcyclingidol Nr.5: JUDITH REUTER

Einer Nikolaus-Ausstellung im Dezember 2003 verdanken wir, dass Judith Reuter die Idee zu ihren Label “Hei-dee” kam. Das Atelier ihrer Mutter hat sie damals inspiriert – seitdem fertigt sie Taschen aus Tetra Paks und Plastiktüten. Die junge Upcycling Designerin glaubt, wie viele unserer Upcycling-Idole, an Veränderung: “Wenn sich jeder auch nur ein bisschen umstellt, dann kommen wir schon ein ganzes Stück weiter!” , lautet ihre Devise.
Andere Menschen mit dem Thema “Wiederverwenden” zu begeistern, war einer der Gründe, dass sie bereits in 2006 ihr Upcycling-Können in speziellen Workshops weitergab. „Doch damals war die Masse noch nicht bereit für das Upcycling Thema” so Judith.

Die Zeiten haben sich geändert: Neben Perlenschmuck entwirft die junge Upcycling Designerin nun auch einzigartige Taschen aus gehäkelten Plastiktüten, und kombiniert diese mit anderen Second Hand Kleidungsstücken.

“Die Menschen verstehen nun ‘hochwertigere und aufwändiger gestaltete Produkte’ unter dem Begriff Upcycling” – voller Enthusiasmus spricht Judith selbst vom Umdenken, von Zweckentfremdung und von der Nähe zur Natur.


Judith‘s persönlicher Umwelt-Tipp:
Judith selbst stellt eigene Pflegeprodukte her, orientiert sich an natürlichen “Hausmittelchen” und kauft weitgehend biologisch ein.

Unsere “Perlenfrau” ist mit dem gewissen Gespür für Schmuck, Textilien und Umwelt ausgestattet – das ist der Spirit, den wir an unseren Upcycling-Pionieren lieben. Liebe Judith, Du hast uns mit Deiner Kreativität begeistert!

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Und besucht Hei-Dee‘s Webpage: http://buff.ly/1srbTiK

Foto: Judith Reuter
Text: Patrizia Grünhagen

Judith Reuter

Frei-Cycle: Aussteller Präsentation 20

Upcycling Taschen liegen im Trend – und auf der Frei-Cycle Designmesse sind gleich mehrere Upcycling Labels mit ihren tollen Unikaten vertreten, darunter auch Milchmeer ecobags aus Fürth.
Milchmeer Taschen werden aus recycelten Zementsäcken und Futtersäcken hergestellt.  Die Original Säcke, die aufwändig upgecycelt / recycelt werden, bestehen aus wasserfestem und extrem reissfesten Material. Verständlich, denn schließlich wurde im Erstleben in ihnen schwerer und wasserempfindlicher Zement transportiert. Im Zweitleben  – als upgecycelte / recycelte Milchmeer Taschen – bleiben diese Eigenschaften natürlich erhalten.  

Dazu die Milchmeer Designer Sigrun Riechardt und Ralf Hassel: “Wir machen die Welt bunt! Dazu recyceln, bzw. upcyceln wir gebrauchte Zement- und Futtersäcke, um aus ihnen tolle, bunte wasserfeste Umhängetaschen, Messengerbags, Weekender, iPad Hüllen, Smartphonehüllen, Geldbörsen, etc. zu produzieren. Und dies ist nur gemeinsam mit unseren Näherinnen möglich. Ohne ihren Einsatz würden die gebrauchten Säcke auf der Mülldeponie landen und die Umwelt unnötig belasten. Statt dessen gibt es schicke Milchmeer ecobags.”

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Milchmeer hat verschiedene Upcycling Taschen im Angebot, so die Sporttasche fair.schwitzt (Foto 1). Diese ist die geräumigste Milchmeer Tasche und wurde von Hand aus einem recycelten Zementsack genäht. Sie bietet genug Stauraum für den Gang ins Fitnessstudio, ins Schwimmbad, auf den Sportplatz oder an den See. Locker passen Handtuch, Schuhe, Schwimmbrille und Erfrischungsgetränk hinein. fair.lernt (Foto 2) ist eine Umhängetasche aus recyceltem Fischfuttersack. Sie trägt lässig Bücher, Aktenordner, Stiftemäppchen, Spickzettel, Handy, Schreibblock, Hausaufgabenheft, Taschenrechner, Schokoladentafel, Deo…und was Mensch sonst so braucht. Hinter fair.wählt (Foto 3) steckt eine Handy Tasche / iPhone Hülle aus recyceltem Zementsack. Damit transportiert man das Smartphone gut geschützt durch den Tag. Durch den pfiffigen Druckknopfverschluss ist es schnell wieder aus der Hülle raus und am Ohr – für alle Fälle. fair.wischt (Foto 4) ist die Hülle für das iPad – individuell und keine 0815 iPad-Tasche.

Wer sich also von den Michmeer ecobags fair.zaubern lassen will, der/die macht sich auf den Weg zur Frei-Cycle Designmesse. In Freiburg – am 13./14. September 2014.

Frei-Cycle: Aussteller Präsentation 19

“Textil küsst Leder” – mit diesem Motto präsentiert Marina Bommas ihre Upcycling Taschen auf der Frei-Cycle Designmesse. Unter dem Label ‘We heart Mari‘ zeigt die engagierte Upcycling Designerin großartige LederBÄGs. Dazu Marina Bommas: “Jede Tasche ist genäht aus Leder- und Polsterstoffresten bzw. aus saisonaler Restware. Die Träger der Upcycling Bägs sind Zierkordeln.”
Und somit ist jede ‘We heart Mari ‘ Tasche ein Unikat, das liebevoll von Hand gefertigt wurde. 
Die verwendeten Materialien sind qualitativ hochwertig und die Aufmachung ist durchaus eine Freudenträne wert. Ob Quer-Träger oder Rechts&Links-Träger, die LederBÄGs sind vielseitig trag- & verwendbar. Ihnen gemein ist, dass sie in Kombination auftreten: halb/halb aus Leder und aus Leder mit Stoff.

 

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Zudem fertig das Taschen Label auch die TABÄG, die vollständig aus Leder Resten gefertigt sind.

Marina Bommas erfüllt zudem individuelle Taschen Wünsche und Ideen – eine gute Gelegenheit mit ihr ins Gespräch zu kommen, bietet sich an diesem Wochenende auf der Frei-Cycle (13.09- 14.09.2014) in Freiburg. 

Frei-Cycle: Aussteller Präsentation 15

Was wäre die Welt des Upcyclings ohne Taschen? In unserem ersten Video auf YouTube hatten wir uns bereits um Upcycling Taschen gekümmert – leider war im Video das Label PRESS.BAG nicht dabei – dafür ist PRESS.BAG aber auf der Frei-Cycle am kommenden Wochenende.

PRESS.BAG steht für Upcycling Taschen und Upcycling Accessoires aus dem Ruhrpott, genauer gesagt aus Mülheim/Ruhr. Gregor Volk und sein Team setzen auf Müllvermeidung – Grund genug, sich vollständig dem Upcycling zu verschreiben:  “Ungezählte Mengen unterschiedlichster Materialien wandern täglich in den Müll. Dabei ist Vieles noch längst nicht reif dafür. Genau das ist die Idee, die hinter unserem jungen Label PRESS.BAG steckt.”
Und das Ergebnis kann sich sehen lassen – Messenger Bags, Umhänge Taschen, Rucksäcke, Handy Taschen, Geldbörsen, Gürtel – kurzum, neues Design in Form und Funktion. Und was früher einmal ein altes Autopolster, ein kaputter Fahrradschlauch, ein ausgedienter Heißluftballon oder einfach Reststücke von Teichfolie waren, sind heute stylische Produkte von PRESS.BAG. 

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sirenbags – ein Stück Vergangenheit in den Händen halten

Stefan Hofmann und Christina Bezold stehen hinter dem Upcycling Taschen Label “sirenenbags”. Die beiden Designer aus Plankenfels kreieren ihre Taschen Unikate aus alten, gebrauchten Feuerwehrschutzanzügen. Die Macken und Blessuren, die der Stoff bei den vielen Einsätzen abbekommen hat, geben den Taschen den besonderen Charme.

Mit einer “sirenbag” hält man also immer ein Stück Vergangenheit in den Händen!

Dabei hat sich das Upcycling Label folgendem Credo verpflichtet:
1. Wir DESIGNEN in Deutschland
2. Wir kaufen alle unsere Rohstoffe ausschließlich in Deutschland
3. WIR PRODUZIEREN auch wirklich ausschließlich in Deutschland
(und zahlen auch leider unsere Steuern hier 😉 )
4. Wir haben auch NICHT vor Punkt 1 – 3 zu ändern!

Die Designer weiter: “Da wir selbst bei der Freiwilligen Feuerwehr engagiert sind, war es uns ein Dorn im Auge, die ausgemusterten Schutzanzüge auf dem Dachboden verrotten zu sehen.”

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Design Metamorphose

Bei SÜDPUNK aus Stuttgart darf das zu klein gewordene Lieblingspaillettentop oder der ausrangierte Skioverall aus dem letzten Jahrzehnt gelebtes recycling / upcycling / trashcycling, Zweckveränderung und Designmetamorphose hautnah am eigenen Leib erleben und in neuem Glanz unter den Lebenden verweilen. Aus gebrauchten Materialien wie Vorhängen, Hosen, Röcken, Mänteln, Jacken, Tischdecken, Duschvorhängen, Skianzügen, Modeschmuck und allem anderen, was Stefanie Zettel in die Finger kommt, entstehen einzigartige und ausgefallene Taschenunikate.

Dazu Label-Inhaberin und Upcyclin Designerin Stefanie Zettel:
“Der Charme eines gut erhaltenen, original aus den siebziger Jahren stammenden Retro-Vorhangs vom Speicher der Nachbarin meiner Mama ist mit nichts zu bezahlen! Solch Stoffe kann man heute nicht mehr kaufen, viele Materialien kann man in der originalen Version nicht mehr erwerben und, das Material hat zwei Leben. Im Ursprung als Vorhang und nach Verarbeitung als SÜDPUNK-Tasche. Es ist, als würden mehrere Seelen in den Materialien wohnen und das strahlen SÜDPUNK-Taschen dann auch aus. So sind sie immer etwas Besonderes, etwas Einzigartiges und können nicht in gleicher Art und Weise nachgestellt werden.

Und was glauben Sie wie groß die Freude bei der Nachbarin ist wenn sie sieht, was aus ihrem Vorhang, für den sich jahrzentelang niemand interessiert hat, geworden ist? Da lacht dann auch mein Herz. Sooo viele Dinge werden in unserer verwöhnten Welt entsorgt, obgleich sie noch gut sind. Das finde ich zu schade, warum mehr produzieren, wenn doch genug vorhanden ist? Deshalb mache ich SÜDPUNK-Taschen.”

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Taschen aus Kaffeebohnentüten

Rething aus Wiesbaden entwickelt aus Fast-Abfall spannende Image-Produkte für Firmen und Organisationen.  Damit schafft das engagierte Projekt rund um Anke Trischler eine hochwertige Upcycling-Wertschöpfungskette, mit der die Unternehmen zudem noch werben können: ein WIN-WIN-WIN Situation. Und zusätzlich tun die Kunden von Rething nicht nur etwas Gutes für die Umwelt – Rething engagiert sich auch sozial. Von jedem Auftrags-Euro (netto) spendet das Projekt an soziale Initiativen.

Ausgangsmaterialien für die Kundenbindungs- und Werbeprodukte sind Wertstoffe wie Kaffeebohnentüten, Werbeflaggen und andere (Verpackungs-) Materialien.

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Und nochmals Upcycling Taschen aus recyceltem Segeltuch

360°-Segeltuchtaschen aus Hamburg sind stylish und robust, praktisch und individuell. Sie werden aus recycelten Segeln hergestellt und waren schon unterwegs auf allen Weltmeeren, bei Wind und Wetter, auf kleinen und auf großen Schiffen. Aufwändig verarbeitet starten sie ihr zweites Leben als super funktionale Taschen – jede ein einmaliges Unikat mit eingenähtem Herkunftsnachweis, der Schiff und Reise nennt. Ebenso gibt ein Anhänger an unseren Filztaschen Auskunft über die Heimat der glücklichen Schafe, deren Wolle zu einer schönen Tasche wurde.

Dazu Label Gründer Edzard Kramer: “Aus der Not geboren machte ich aus den alten Segeln meines Vaters eine Segeltuchtasche für mich. Dann für Freunde… der Rest ist Geschichte.
Dem Nachhaltigkeitsaspekt wird bei uns Rechnung getragen, indem wir gebrauchten Segeln ein zweites Leben einhauchen und unsere Zutaten sorgfältig auswählen. Auch faire Arbeitsbedingungen sind uns sehr wichtig, weshalb wir unsere Taschen in einem Familienbetrieb produzieren lassen.”

Mehr Infos zu 360°

360 Segeltuch Taschen