Frei-Cycle: Aussteller Präsentation 21

Heute stellen wir im Rahmen unserer Vorschau zur Frei-Cycle Designmesse einige “alte” Bekannte vor – sprich, über diese Upcycling Firmen wurde in der Vergangenheit bereits auf Upcyclingblog berichtet. Und diese Firmen bleiben am Ball, um mehr und mehr Menschen für das Thema Upcycling zu begeistern. Dies sind:

  • Geldkuft
  • Sybille Homann
  • Back for Goods

Geldkluft aus Gera ist ein Hersteller von Geldbörsen, Smartphone- und iPad Hüllen sowie von Taschen aus gebrauchten und ausrangierten Neoprenanzügen. Neopren ist in der Upcycling Szene noch ein selten anzutreffender Werkstoff. Doch die Verwendung im Sinne des Upcyclings liegt auf der Hand: Neoprenanzüge werden nach starkem Verschleiss einfach nur entsorgt. Selbst kaputte oder gerissene Neoprenanzüge können nur in Einzelfällen repariert werden. Ein Recycling für Neopren ist zu teuer und ein ökologischer Abbau des Neoprenstoffes in der Natur ist unmöglich. Der Stoff Neopren selbst, bleibt somit länger im Umlauf, nur die Funktion hat sich geändert. So entsteht durch Geldkluft aus Abfall, ein hochwertiges Produkt.

Dazu Geldkluft Gründer Reik Moritz und Falko Meißdörfer: “Unsere Grundmotivation ist einfach : Umwelt und Ressourcen zu schützen. Unsere Motivation beruht auf zwei Punkten. Zum ersten ist der Stoff Neopren ökologisch nicht abbaubar und ein Recycling des Stoffes ist zu teuer. Zum zweiten finden wir es faszinierend, wie aus scheinbar wertlosem Abfall neue und hochwertige Produkte entstehen können. Wir sind einfach der Meinung das jeder seinen kleinen Beitrag dazu leisten sollte, Ressourcen zu schützen und die Umweltbelastung in irgend einer Art und Weise zu senken. Manchmal sind es so kleine Ideen wie unsere.”

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Sybille Homann aus Hamburg fertigt Produkte aus Gebrauchsglas wie Flaschen und Fensterglas. Beides sind “unscheinbare” Materialien – alltägliche Industrieprodukte, die durch ihren Gebrauchswert bestechen.

Die Farbigkeit und Formenvielfalt der Flaschen bleibt unbemerkt, solange der Nutzwert im Vordergrund steht. Die Produkte werden in Handarbeit als Kleinserie gefertigt – duch die Art des Herstellungsprozesses fällt jedes Stück ein wenig anders aus.
Das Zusammenspiel der Farbtöne ist für Sybille Homann ein wichtiges Thema bei der Verwendung von Flaschenglas. Alle Flaschen sind gebrauchte, gesammelte Flaschen, die sie von Freunden, Nachbarn und aus Restaurants erhält. Aus diesem “Pool” erstelle sie die Farb- und Formkombinationen, die sich in ihren verschiedenen Lampen (Hängeleuchte aus Flaschenabschnitten zusammengesetzt, oder Leuchten mit aufgesetzten Schalen) widerspiegeln. Großartig ist auch die Garderobe.

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Ebenfalls aus Hamburg kommt das Upcycling Label Back for Goods. Der Hamburger Upcycling Designer Marco Heß kreiert aus alten Weinflaschen neue Kerzen-Windlichter. Marco Heß möchte mit seinem engagierten Projekt UPWINED eine klare Botschaft gegen die Wegwerfgesellschaft senden, und wirbt für das Einsparen wertvoller Ressourcen.

Aus den Kellern Hamburger Bars und Restaurants rettet der Upcycling Designer die alten Flaschen vor dem sicher geglaubten Ende und haucht ihnen neues Leben ein.

Die Flaschen werden kräftig gereinigt und in zwei Hälften zerschnitten. Der untere Teil wird mehrfach geschliffen und dann mit einem Docht versehen und mit hochwertigem, 100% natürlichem Sojawachs befüllt – ein nachwachsender Rohstoff. Verschiedene Duftnoten wie Cedernholz, Lemongrass oder Rose, aus natürlichen, ätherischen Ölen gewonnen, runden das ganze ab und geben den Kerzen ihre wohlduftenden Namen.

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Die ganze Vielfalt des Upcyclings entdecken – wo? Natürlich auf der Frei-Cycle Designmesse in Freiburg.