Frei-Cycle: Aussteller Präsentation 8

Papier ist heute unser Thema. Unter den Upcycling und Recycling Materialien finden sich häufig Holz, Gummi, Vinyl, PET Flaschen, Matalle, E-Schrott und Papier. Zwei Labels, die strategisch auf Papier setzen und auf der Frei-Cycle Designmesse vor Ort sind, möchten wir heute vorstellen. Dies sind:

– KOPFsKULpTUR
– Papier-Schnipsel

KOPFsKULpTUR aus Lörrach hat nichts als Köpfe im Kopf. Designerin Kathrin Messerschmidt fertigt Unikate aus selbsthergestelltem Papiermaché: “Meine Köpfe erwecken das Abfallprodukt Zeitung zu neuem Leben.” Dabei wird die Zeitung zuerst in Streifen gerissen, dann mit Wasser zur Pulpe verarbeitet. Im nächsten Schritt wird ein Rohling aus Zeitungspapier vorbereitet, der nach und nach in dünnen Schichten mit Pappmaché überzogen wird. Im Anschluss daran wird der gesamte Kopf Schritt für Schritt modelliert: die Haarfarbe, die Augen, der Mund und die Kleidung – sie besteht ebenfalls aus Zeitungsbildern.
Nach 15 bis 20 Stunden ist der Kopf fertiggestellt … die Ergebnisse sind auf der Frei-Cycle am 13./14.09.2014 zu bestaunen.

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Wer auf der Suche nach etwas Besonderem bist, ist bei Papier-Schnipsel genau richtig. In Vordergrund bei dem Label aus Hann. Münden stehen die Flechttaschen, Vasen, Körbe und Schmuck in der alten Mayaflechttechnik (Candy wrapper). Designerin Monika Fischer fertigt absolute Unikate , die sie in liebevoller Handarbeit mit viel Geduld, Spaß und Liebe anfertigt: “Meine Werke entstehen meistens aus Büchern, Atlanten, Kalendern, Tapete, aber auch aus Designpapier. Ich habe immer wieder Freude daran zu sehen, wie aus „Altem“, „Neues“ entsteht und was aus Papier alles werden kann.” Die Bilder zeigen eine Bodenvase, Schmuck und Geschenktaschen – und mehr zu sehen gibt es bald auf der Frei-Cycle.Papier-Schnipsel3

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Frei-Cycle: Aussteller Präsentation 6

Und es geht weiter mit tollen Upcycling Schmuck.
Heute stellen wir zwei weitere  Upcycling Label vor, die sich Schmuckstücken beschäftigen:
– fremdformat
– Chambre de Bonne artlabs

Fremdformat wurde 2012 von Stefanie und Julia Gerner in Heidelberg gegründet und beschäftigt sich hauptsächlich mit der Herstellung von individuellem Schmuck und Kunst. Ein Grossteil der Schmuck-Erstellung basiert auf Upcycling, d.h.  Altes wird wiederverwertet und in neuen Formen interpretiert. Die Wiederverwendung von Gebrauchtem und die Zweckentfremdung des eigentlichen Gegenstandes bilden dabei die Grundlage für neue Ideen und tragen gleichzeitig zu einem nachhaltigen Umgang bei. 

Persönlich finde ich den Joy Division Anhänger aus Messing wunderbar.

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Joy Division

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Chambre de Bonne artlabs ist ein Projekt der Schmuckdesignerin Heike Schumann.

Im Fokus des Schaffens stehen alte und neue Handwerkstechniken, die Entwicklung neuer Materialien durch Upcycling und die Umsetzung und Weiterentwicklung für Schmuck und Accessoires.

Für die aktuelle Kollektion „Onda“ verwendet die Künstlerin Einkaufs- und Mülltüten aus PE, diese sammelt sie bei Freunden oder in Geschäften vor Ort.

Alle Arbeitsschritte – vom Entwurf bis zum fertigen Schmuckstück – liegen in ihrer Hand und werden vor Ort in der eigenen Werkstatt verwirklicht.

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Frei-Cycle: Aussteller Präsentation 5

Wer schön sein will, muss natürlich auch auf Upcycling setzen. Anja Bogner fertigt mit ihrem Label “Fesch-Mit-Trash” tollen Premium Upcycling Schmuck und stellt diesen auf der Frei-Cycle im September vor. Die Schmuckstücke zeigen viel Liebe zu Dialekt, Brauchtum und Bier – kurzum das Thema heisst:  Kronkorken. Als Kette oder Ohrring, mit Upcycling Schmuck ist die Resonanz positiv und ein hoher Flirtfaktor stellt sich ein.

Foto Blog

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

GLOBAL DESIGN FACTORY ist in Sachen Upcycling “noch nicht” unterwegs, doch uns würde es nicht überraschen, wenn bald auch dieses Thema umgesetzt wird. Axel Huhold entwirft, entwickelt, produziert und vertreibt hochwertige, aussergewöhnliche  und  einzigartige Design Schreibwerkzeuge von beständiger und nachhaltiger Qualität  –   Handmade in Germany.  Diese werden bereits unter sozialen und ökologischen Aspekten gefertigt.   ProTechna – Werkstatt für Menschen mit psychischer Erkrankung ist langjähriger Partner des Unternehmens aus Rastede. Das Foto zeigt ein wunderschönes Schreibwerkzeug aus Baustahl – zu Bestaunen auf der Frei-Cycle in Live.

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“Für mich ist nicht jeder Abfall Müll”

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„Für mich ist nicht jeder Abfall  Müll – oft sehe ich bereits in der ursprünglichen Funktion das Schmuckstück, das es später einmal sein wird.“

Mit Liebe zum Detail werden ursprüngliche Abfallprodukte verändert und überraschen in ihrem neuen Leben als wunderschöne und ausgefallene Schmuckstücke. Patricia König  schafft mit ihrem Upcycling-Schmuck nicht nur völlig Neues, sondern leistet zugleich einen Beitrag zur Wertschätzung und Nachhaltigkeit der verwendeten Materialien.

So waren die Chiemseeperlen© in ihrem vorigen “Leben” oftmals achtlos weggeworfene Bücher, Zeitschriften & Illustrierte – doch dabei bietet dieses Material viel mehr: Geschichten – Emotionen – Bilder

 Begeistert vom Material Papier kreierte Patricia König vor zwei Jahren die ersten Schmuckstücke. Diese kamen so gut an, dass sie ihr Sortiment schon bald auf andere Abfallprodukte erweiterte. Neben den Chiemseeperlen© entstehen viele weitere Produkte – nicht nur aus Altpapier. Aus PET, Glas und Metallmüll werden einzigartige Schmuckstücke in fröhlichen Farben und einzigartigem Design.

In nunmehr 3 Läden finden ihre Kreationen begeisterte Abnehmer. Vielen ihrer Kundinnen gefällt besonders die Tatsache, dass es sich um reine Unikate und echte Handarbeit handelt. Egal ob lässig leger, sportlich oder „große Oper“ – inzwischen bietet ihr Sortiment für jede Gelegenheit das passende Accessoires. So unterstreichen vom Chiemsee Schmuckstücke die Einzigartigkeit und Individualität der Trägerin bzw. des Trägers.

„Für mich besteht Schmuck nicht nur aus Gold- und Edelsteinen, obwohl diese natürlich auch bei mir verwendet werden“, so die 41-Jährige. „Trotz der allgemein gestiegenen Verantwortung gegenüber Umwelt und Ressourcen, möchte ich bereits Benütztem und nun nicht mehr Benötigtem eine erneute Wertschätzung geben. Die Idee bei unseren Produkten ist, so viele Materialien wie möglich wieder zu verwerten – ihnen einen neuen Sinn und ein völlig anderes Einsatzgebiet zu geben.“

Ganz aktuell ist die Schmucklinie „vegan style“ hinzugekommen. Inspiriert durch einige Kundenanfragen kreiert Patricia König  Schmuck für VeganerInnen. Intensiv mit dem Thema beschäftigt, war es anfangs gar nicht so leicht keine tierischen Produkte zu verwenden. Perlen und Lederbänder auszuschließen war die logische Konsequenz, doch auch die oft verwendeten Baumwollbänder fallen in dieser Linie weg, da die meisten mit Bienenwachs bearbeitet sind.

Patricia Königs große Leidenschaft sind die Individualperlen aus Papier. Je nach Wunsch fertigt sie, mittels einer von ihr entwickelten Technik, aus Fotos oder Briefen, Perlen und ganze Schmuckstücke. Der Clou: auf jeder dieser Perlen ist das ursprüngliche Motiv weiterhin erkennbar.

Die gebürtige Chiemseerin ist nach wie vor tief verwurzelt mit ihrer Heimat. Sie fertigt die Schmuckstücke in ihren Ateliers am Chiemsee und in München. „Der Blick auf unseren wunderschönen See und die Berge im Hintergrund sind jedes Mal aufs Neue ungeheuer inspirierend.  Zurück in der Stadt und im täglichen Umgang mit Verpackungen kommen mir die Ideen für die nächsten Schmuckstücke.“

Mehr zu vom Chiemsee Schmuckstücke 

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Einkaufstüten werden zu Schmuckstücken

Chambre de Bonne artlabs ist ein Projekt der Schmuckdesignerin Heike Schumann. Im Fokus des Schaffens stehen alte und neue Handwerkstechniken, die Entwicklung neuer Materialien durch Upcycling und die Umsetzung und Weiterentwicklung für Schmuck und Accessoires.

Für die aktuelle Kollektion „Onda“ verwendet die Künstlerin Einkaufs- und Mülltüten aus PE, diese sammelt sie bei Freunden oder in Geschäften vor Ort.

Alle Arbeitsschritte – vom Entwurf bis zum fertigen Schmuckstück – liegen in ihrer Hand und werden vor Ort in der eigenen Werkstatt verwirklicht.

Hier gibt es mehr Informationen zu Chambre de Bonne artlabs

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Unikat Schmuck aus Kaffee Kapseln

Kettenvielfalt aus Messel stellt  variantenreichen Schmuck aus verbrauchten Kaffeekapseln her. Designerin Andrea Stork: “Jährlich werden nur durch Kaffeekapseln über 7 Tonnen Aluminiumabfälle produziert, deshalb verarbeite ich einen kleinen Teil davon als Schmuck.” Auf diese Weise entstehen spannende Unikate – wieder einmal eine kreative Upcycling Idee aus Deutschland.
So entstehen Ohrringe, Ringe und Kettenanhänger aus Kaffeekapseln der Marke NESPRESSO®. Hier im Bild kommen der Ring beziehungsweiser der Anhänger in der Variation “Caramelito” – also in braun gestreift. Die Kaffeekapsel ist zu einer großen Scheibe recycelt, und wurde mit einer braunen Polarisscheibe und einer Metallspirale kombiniert.

Kaffee gefällig?  Mit dem Upcycling Ring von Kettenvielfalt.

Kettenvielfalt

Ringe vom eleganten Hals einer Violine

Simply Wood Rings aus Chicago ist ein Upcycling Unternehmen, das handgefertigte hölzerne Ringe aus Altmaterialien herstellt. Die Ringe finden Verwendung als Verlobungringe, als Hochzeitsringe und als Jubiläumsringe. Simply Wood Rings verarbeitet Materialien, zu denen die Kunden eine Beziehung haben – dabei achtet das Team um Gustav Reyes bei der Verabeitung darauf, dass das Schmuckstück dem Anspruch gerecht wird, ein Sinnbild für erfüllte Liebe zu sein.

Dazu Gustav Reyes: “Meine hölzernen Trauringe stelle ich aus Altholz her, das ich größtenteils finde – vieles stammt auch von anderen Handwerkern. Holz, das beispielsweise vom eleganten Hals einer Violine stammt, die einst mit ihrer Seele Konzertsäle füllte – oder Holz aus dem Baseball-Schläger von Mama’s kleinen Jungen. Alle Materialen, die ich für die Herstellung der Ringe verwende, hatten vor ihrer Verwandlung bereits ein ehrenvolles Vorleben, Ich bearbeite jeden Ring mit dem Ziel, die Herzlichkeit und Ehrlichkeit des Holzes hervorzubringen. Ich bemühe mich, den ursprünglichen Geist des Holzes in etwas Neues, wie einem Holz-Trauring oder Freundschaftsring, zum Vorschein zu bringen – und manchmal wünsche ich mir nur, dass der Holzring sein neues Leben feiert.”

Mehr Infos:  Simply Wood Rings

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Schmuck aus Muttern

MORENDO MEMORIA – “Alles aus[ser] Müll”: Unter diesem Motto fertigt Lisa Vöhringer seit 2010 in liebevoller Handarbeit Unikate und Kleinserien im Bereich Recycling & Upcycling wie z.B. Armbänder aus Muttern oder Taschen aus Schallplatten. Inspiriert ist das Label von aktuellen Themen & Trends, sowie der Leidenschaft für das Aufbereiten und Weiterverarbeiten von alten, wertlosen Produkten & Materialien entstehen hier einzigartige Kreationen, die sich von der breiten Masse abheben und Individualität zeigen.

Alle Produkte werden von Lisa Vöhringer selbst entworfen und produziert. Hauptmaterial der Produkte sind Schallplatten, Metallmüll und Fahrradschlauch. Dabei legt MORENDO MEMORIA größten Wert auf die Qualität des Produktes. Sämtliches Materialzubehör wie z.B. Ohrstecker, Wollfilz etc. wird in Deutschland produziert und enthält nach Möglichkeit recycelte Elemente wie z.B. Nähgarn und Filz aus recycelten PET-Flaschen.

Mehr Informationen zu MORENDO MEMORIA

Schmuck aus Muttern

Bambi Broschen

Seit 2007 besteht das kleine Unternehmen von Barbara Pröpstl. Es steht für Freude an der Farbe, liebe zum Material und Präzision in der Verarbeitung Besondere Kennzeichen: farbenfroh, minimalistisch, verspielt und streng, witzig, elegant, traditionell und aktuell, minimalistisch, präzise, unverwechselbar und anziehend. bezaubert, verzückt, schmückt, erfreut, amüsiert und macht glücklich.

Alle Stücke werden in Kleinserie von Hand gefertigt. Sowohl textiles, als auch klassisches Schmuckmaterial wird mit großer Sorgfalt und Liebe zum Detail ausgewählt und verarbeitet.
So ist zum Beispiel der Lieferant der Bambi-Applikation für die Bambi-Brosche ein altes Familienunternehmen, dass die Prägeteile noch in traditioneller Druckgußtechnik herstellt, oder es werden Glassteine aus den 60er Jahren verwendet.
Durch den direkten Vertrieb oder im persönlichen Kontakt ausgewählte Läden bleibt der Weg von Produzent und Käufer stets kurz und nachvollziehbar.

In einer Welt, in der die ökonomischen Zusammenhänge immer abstrakter und undurchsichtiger werden entsteht eine nachvollziehbare Sehnsucht nach konkreten und direkten Verbindungen. Sind diese wieder sichtbar, kann man Ausbeutung und Verschwendung viel besser erkennen und wieder ein Bewußtsein für Arbeit, Produkte, Materialien und ihren Wert entwickeln.

Mehr Infos: Barbara Pröpstl

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Schmuck aus verbrauchten Kaffeekapseln

Andrea Stork von Kettenvielfalt stellt Schmuck aus verbrauchten Kaffeekapseln her. Jährlich werden nur durch Kaffeekapseln über 7 Tonnen Aluminiumabfälle produziert, deshalb verarbeitet sie einen kleinen Teil davon als Schmuck.
Eine wunderbare Idee – mehr Infos zu Kettenvielfalt findet sich unter:

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